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Eine optische Kreuzung aus Fips Asmussen und Sepultura – akustisch so, als hätten Funny van Dannen und Helge Schneider Tocotronic beigebracht, wie man gute Musik macht. Sie beglücken sowohl Gemeindekarnevalsfeste als auch Punkfestivals, mit derselben Musik! Sehr lustig.
Bei welcher Band sieht man schon Hosenschlitzsolos, Purzelbäume und eine lebendige Gazelle auf der Bühne? Und wer setzt schon einen Staubsauger als Instrument ein? Gespannt sein und Prost!
Wenn die Kapelle Petra zu einem Auftritt anreist, hat sie nicht nur ihre Instrumente im Gepäck. Fast genau so viel Platz nehmen größtenteils selbst gebastelte Requisiten ein. Hüte, Perücken, ein Staubsauber, diverse Schilder und das lebendige Bühnenmaskotchen „die Gazelle“ dürfen bei einem der Kapelle Petra Auftritt nicht fehlen.
Auf der Bühne wird schnell klar, wozu die vielen Utensilien dienen: Die Kapelle Petra ist eine Partyband – bei fast jedem Song hat die Band eine ungewöhnliche Bühnenaktion parat, die entweder zum Lachen oder zum Mitfeiern animiert. Wenn Bassist Richatt mit seinem Hosenschlitz
ein Solo spielt oder einen Ausdruckstanz vorführt, bleibt höchstens die Gazelle – die „Bühnenskulptur“ der Kapelle Petra – regungslos. Hierbei handelt es sich um einen kräftigen Mann, der während der Auftritte mit einem Campingstuhl auf der Bühne sitzt und die Mädchenzeitschrift „Petra“ liest. Er erhebt sich nur, wenn er von der Kapelle Petra zu Sondereinsätzen gebeten wird…
Klar ist, dass die Kapelle Petra in kein gängiges Muster der Musikindustrie passt: Mit ihren Outfits beweisen sie zielsicher schlechten Geschmack: Hornbrillen, Perrücken, verstaubte Anzüge und karierte Krawatten sprechen für sich.
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