Am Freitag (2.10.) hält Dr. Bernd Tenbergen aus Münster im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Alleskönner Wald“ im LWL-Museum für Erdgeschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Bünde einen Vortrag über Holzbücher und Herbarien. Beginn ist um 19 Uhr. Der Vortrag dauert rund 90 Minuten ohne Pause und richtet sich an Interessierte ab acht Jahren. Aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Dr. Tenbergen, ehemaliger Leiter des Landesherbariums in Münster, gibt einen Einblick in die größte und älteste botanische Sammlung Nordrhein-Westfalens, das Herbarium im LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Die Sammlung umfasst über 650.000 Farn- und Blütenpflanzen, Pilze, Flechten und Moose von mehr als 5.000 Sammlern, darunter auch aus Ostwestfalen-Lippe, sowie Gehölze, Zapfen und Holzproben. Im Vortrag berichtet Dr. Tenbergen außerdem über Xylotheken. Dabei handelt es sich um Holzbuchsammlungen, die von Forstleuten zusammengestellt wurden und unter anderem auf Adelssitzen in Westfalen, etwa dem Schloss in Bad Berleburg, erhalten geblieben sind. Anhand von Bildern und Beispielen aus den Sammlungen in Münster und aus dem Schloss im Sauerland geht Dr. Tenbergen zudem auf Botaniker aus dem Kreis Herford ein, darunter den Arzt und Homöopathen Carl August Weihe (1779–1834) aus Mennighüffen, und berichtet über dessen botanische Tauschverbindungen. Foto: LWL/Steinweg
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