Was bedeutet es heute, Mann zu sein – und welche Rolle spielen dabei Online-Räume, in denen sich antifeministische Ideologien rasant verbreiten? In seinem Vortrag beleuchtet Fikri Anıl Altıntaş das Konzept der kritischen Männlichkeit vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen der sogenannten Manosphere und zeigt, wie digitale Radikalisierungsprozesse insbesondere junge Männer erreichen.
Veranstaltungsort: Universität Mannheim, Hörsaal M003 (Schloss Mittelbau, Eingang links neben dem Schlossmuseum)
Von Red-Pill-Rhetorik über Manfluencer bis zu Incel-Foren fragt er, welche Heilsversprechen Figuren wie Andrew Tate machen und warum toxische Männlichkeitsbilder gerade bei jungen Männern verfangen. Dabei zeigt sich ein enger Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt, denn Studien belegen eine wachsende Akzeptanz von Gewalt gegen Frauen und queere Personen im Sog dieser Ideologien. Der Vortrag verortet die Ursachen nicht nur individuell, sondern auch in patriarchalen Strukturen, und sucht Auswege hin zu einer Männlichkeit, die auf Selbstreflexion statt Dominanz setzt. Im Anschluss lädt eine offene Diskussionsrunde dazu ein, Fragen zu stellen und eigene Perspektiven einzubringen.
Moderation: Dr. Karina Essig (Leitung der Stabsstelle Gleichstellung und Diversität)
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