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Säkularität, Religionsfreiheit und politischer Islam - Herausforderungen für die liberale Demokratie
„Man kann entweder ein Laizist sein oder ein Moslem, beides zusammen geht nicht. Warum nicht? Wenn Du ein Moslem bist, dann weißt Du, dass die Macht dem Schöpfer der Muslime, Allah, gehört. Es heißt ja immer ‚die Macht gehört ohne Wenn und Aber dem Volk‘ (Mustafa Kemal Atatürk); das ist falsch! Die Macht gehört ohne Wenn und Aber Gott!“ R.T. Erdoğan, 1994
Dieses Zitat von Erdoğan hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren und zeigt die Kernaussage des Politischen Islams. Denn, wenn die Macht auch auf Erden allein Gott gehört, dann werden seine Statthalter auf Erden darauf bedacht sein, Gottes Wort, den Koran möglichst getreu, wenn nicht wortwörtlich und vor allem in ihrem Sinne umzusetzen. Die Macht Gottes wird somit transformiert zur Macht seiner Statthalter, die diese Macht dann nach ihrem Belieben einsetzen können. Damit geht meist einher, dass Meinungs- und Pressefreiheit, Religionsfreiheit und Gleichberechtigung entfallen. Alles Errungenschaften der Aufklärung.
Kann es eine Gegenbewegung geben? Einen „aufgeklärten“ Islam? Welche Voraussetzungen braucht es dafür? Können wir mit der verfassungsrechtlich gesicherten Religionsfreiheit dem Politischen Islam Einhalt gebieten? Welche Rolle spielt dabei die Säkularität in Deutschland? Und letztendlich: Wo steht der Islam heute in Deutschland und was heißt das für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Nicht umsonst wiederholen liberale Muslime unermüdlich den Satz: „Säkularität ist nicht alles, aber ohne Säkularität ist alles nichts“. Ausgehend von dieser These soll in dieser Veranstaltung das Verhältnis von Politischem Islam, Säkularität und Religionsfreiheit dargestellt und diskutiert werden.
Eine Kooperation mit der Initiative Säkularität, Aufklärung und Humanismus Saarland (ISAH Saarland,
http://www.isahsaar.de/)
Bildquelle: KI generiert