Jüdischer Widerstand gegen den Holocaust ist bis heute weit weniger bekannt, als er sein sollte. Dabei widersetzten sich in Deutschland und in den besetzten Gebieten zehntausende Jüdinnen und Juden der nationalsozialistischen Verfolgung – durch Fluchthilfe, geheime Dokumentation, kulturellen Selbstbehauptungswillen, Sabotage, Aufstände und auch mit der Waffe. Der Historiker Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt widmet sich in seinem Vortrag diesem lange übersehenen Kapitel der Geschichte. Lehnstaedt lehrt seit 2016 Holocaust-Studien und Jüdische Studien an der Touro University Berlin und zählt zu den profilierten Stimmen der Holocaustforschung. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich seit Jahren mit der nationalsozialistischen Besatzungs- und Vernichtungspolitik sowie mit den Lebensrealitäten der Verfolgten in Osteuropa. Unter dem Titel „Der vergessene Widerstand – Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust“ erinnert der Vortrag an Menschen, die sich der ihnen zugedachten Rolle des bloß passiven Opfers verweigerten. Im Mittelpunkt stehen Geschichten von Mut, Würde und Selbstbehauptung unter unmenschlichsten Bedingungen. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, dem Dortmunder Stadtarchiv und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.
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