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Seit 2017 organisiert und veranstaltet Werkstatt Antidiskriminierung e.V. gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus regionalen Vereinen, Einrichtungen und engagierten Einzelpersonen die Aktionswochen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung im Bremer Norden.
Am 15. September besucht uns Alice Hasters und spricht unter anderem über ihr Buch »Anti Opfer. Warum wir Verletzlichkeit verachten.« Sie sagt: Überall wird über Opfer gesprochen. Doch immer häufiger sind damit nicht Menschen gemeint, denen Unrecht widerfahren ist. Sondern solche, die die Harmonie stören, die als verweichlicht gelten, die andere herunterziehen oder sich über sie stellen wollen. Wenn sie nicht so viel jammern würden, heißt es, hätten wir nicht so viele Probleme. Härte gegen andere gilt als zunehmend erstrebenswert – und während an Opfer unmenschlich hohe Ansprüche gestellt werden, verändern mächtige Bündnisse patriarchaler Komplizenschaft unsere Welt zum Schlechteren. Alice Hasters beschreibt einen kulturellen Wandel, der nicht zufällig mit einem Aufschwung von Autoritarismus und Faschismus einhergeht. Was passiert mit einer Gesellschaft, in der Sensibilität als elitär gilt? Und das Recht des Stärkeren als authentisch? Mit intellektueller Unruhe stellt sie der Ausbreitung der neuen Härte die politische Kraft der Verbundenheit gegenüber.
Eintritt frei | Anmeldung unter
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