40 Jahre Umweltbibliothek

Vortrag
18:00 Uhr
Umweltbibliothek
Zionskirchstraße
10119 Berlin
40 Jahre Umweltbibliothek

Info

Musik - Filme - Zeitzeugen+Storytelling - Jugendinitiativen
Sie waren zwischen 16 und 25 Jahre alt und hatten eine Idee: die neue ökologische Literatur, die in der DDR verboten war, in Giftschränken eingesperrt, wollten sie freilassen. Im Tschernobyl-Jahr 1986 wurde am 2. September, vor 40 Jahren, die legendäre Umwelt-Bibliothek gegründet, in den Salpeter-verschimmelten Kellerräumen von Hans Simon, dem Pfarrer der Berliner Zionsgemeinde.
Auf der Veranstaltung können u.a. junge Leute im gleichen Alter ihre aktuellen Fragen vortragen.
Die Mitwirkenden der Umwelt-Biblothek wollten verborgene Literatur zugänglich machen. Öffentlich, und das war dem Staat zu viel, er reagierte mit Gewalt, mit Verhören, Verhaftungen, Razzia, was zuvor unbekannte, gewaltfreie Protestformen zur Folge hatte, mit Kerzen, Gebeten, Mahnwachen. Es sollte daraus die bekannteste Jugendoppositionsgruppe in der DDR werden. Es war der Beginn der Friedlichen Revolution. Ein ZK-Mitglied sagte nach dem Fall der Mauer: „Wir hatten alles geplant. Wir waren auf alles vorbereitet. Nur nicht auf Kerzen und Gebete."
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