Fast so romantisch wie das Zelten kann auch das Open-Air-Camping sein.

Fast so romantisch wie das Zelten kann auch das Open-Air-Camping sein. © chanwity via Pixabay.com CCO Public Domain

Erfahrene Camper wissen um den Reiz, unter sternenklarem Himmel zu schlafen und morgens mit den Vögeln aufzustehen. Dabei ist aber einiges zu beachten. Die sieben wichtigsten Tipps für eine angenehme Camping-Erfahrung haben wir hier zusammengestellt.

Alljährlich freuen sich Musikfans auf Festivals. Um mehrere Tage auf dem Festivalgelände zu campieren, braucht es Zelt, Campingausrüstung und Lust auf Abenteuer außerhalb der bequemen Wohnung. Nicht nur Festivalgänger genießen das Open-Air-Camping. Naturfreunde entkommen durch einen aufregenden Campingtrip der Enge des Alltags.

 Wer zum ersten Mal sein Zelt aufschlägt, fürchtet unter Umständen um seine Bequemlichkeit. Immerhin möchte niemand den Schlafsack mit krabbeligen Käfern, Erde oder harten Steinchen teilen. Damit das Camping-Abenteuer nicht in einer Katastrophe ausartet, eignen sich diese sieben Tipps:

1. Mit Pavillon das Zelt schützen

Der größte Feind des Campers ist das Wetter. Regen oder Sturm machen jeden Campingausflug zu einem Survival-Trip. Damit der Schlafsack nicht in aufgeweichter Erde liegt oder sogar davonschwimmt, sollte in einen Pavillon investiert werden.

Besonders praktisch ist das Campingzubehör beim entspannten Chillen auf dem Festivalgelände. Für wenige Euro gibt es 3x3 Meter große Überzelte, unter denen nicht nur gemütlich gegrillt werden kann: Wer sein Zelt darunter aufbaut, genießt optimalen Wetterschutz. Wichtig ist, die Heringe ordentlich im Boden zu verankern, damit ein laues Lüftchen den Regen- und Sonnenschutz nicht davonweht.

2. Die Nachtruhe auf einem Campingbett genießen

Warum die Nacht in einem engen Schlafsack verbringen, wenn es auch gemütlicher geht? Um ausreichend Bewegungsfreiheit und Komfort zu genießen, bietet sich ein Campingbett mit kuscheliger Sommerdecke an.

Eine Alternative zum Campingbett stellt eine robuste und gepolsterte Luftmatratze dar. Um diese mit Luft zu füllen, braucht es längst keinen langen Atem mehr. Die meisten Modelle verfügen über einen einfachen Mechanismus, um die Luft automatisch einströmen zu lassen. Sind sie prall gefüllt, profitieren die Camper von einer bequemen Unterlage, der auch kleine Steinchen nichts anhaben können. Um sich zuzudecken, empfiehlt sich eine leichte Sommerdecke, die vor eindringender Kälte schützt, die Wärme aber nicht staut.

3. Camping im richtigen Outfit erleben

Beim Open-Air-Camping ist man – wie der Name bereits vermuten lässt – rund um die Uhr an der frischen Luft. Dabei bleibt es nicht aus, dass die Kleidung durchnässt oder einer steifen Brise standhalten muss. Damit das Freizeiterlebnis so komfortabel wie möglich ausfällt, eignen sich Outdoor-Kleidungsstücke. In den Sommermonaten reichen Shorts und ein T-Shirt tagsüber aus.

Kühlt es in den Abendstunden aus, schützt eine Windjacke vor dem Frieren. Eine gute Alternative stellt eine Daunenweste dar. Auf Strickjacken aus Wolle sollte verzichtet werden, da das Material Nässe und Schweiß aufnimmt. Bereits nach kurzer Zeit verströmt es einen unangenehmen Geruch, der neue Campingfreunde unter Umständen das Weite suchen lässt.

Wer sich auf einem Festival oder in der freien Natur vergnügen möchte, ist auch mit einem Regencape gut beraten. Kommt es zu einem Wolkenbruch, schützt das wasserdichte Material vor dem Durchnässen. Es ist schnelltrocknend, sodass es sich bei Nichtgebrauch schnell verstauen lässt.

Möchte man nicht in eine neue Regenjacke investieren, stellen reißfeste Müllsäcke ein Provisorium dar. Dafür wird am unteren Ende ein Loch für den Kopf geschnitten. An den Seiten können zusätzliche Löcher den Armen Platz bieten. Auf die Weise bleibt bei Regen die Kleidung trocken. Das Haar ist mit dieser Methode jedoch schwer zu schützen.

4. Müllsäcke sind des Campers beste Freunde

Apropos Müllsäcke – nicht nur als Regenschutz sind die Plastiksäcke zu empfehlen. Sie eignen sich ebenso, um den Abfall beim Campen aufzusammeln und sicher zu verstauen. Schließlich ist die gemütliche Campingatmosphäre schnell dahin, wenn sich Waschbären, Ameisen und Co. von Verpackungspapier oder Essensresten angezogen fühlen – ganz zu Schweigen von der Umweltverschmutzung, die echten Naturfreunden das Herz bluten lässt.

Eine weitere Verwendungsmöglichkeit für Plastiksäcke sind praktische Schuhüberzieher. Besonders nach einem Regenfall kann der Boden aufgeweicht und schlammig sein. Um die Schuhe zu schützen, können kleine Müllsäcke darüber gezogen und beispielsweise in die Socken gesteckt werden. Allerdings ist das Material nicht luftdurchlässig, sodass es innerhalb kurzer Zeit zu Schweißbildung und unangenehmen Gerüchen kommen kann.

5. Festes Deo und Trockenshampoo gehören zur Camping-Hygiene

Camping ist etwas für Naturliebhaber, die sich auch gern mal die Hände schmutzig machen. Damit diese später auch wieder sauber werden, sollten Seife, Shampoo und Deo in keiner Campingtasche fehlen und gehören dementsprechend auf die Camping- und Festival-Packliste.

Klassische Drogerieprodukte in der Plastikverpackung nehmen im Rucksack jedoch viel Platz weg. Zudem können Schaum und Badezusätze in den Boden sickern und auf die Weise die Umwelt belasten. Damit das nicht geschieht, empfehlen sich biologisch abbaubare Alternativen. Trockenshampoo und festes Deo aus natürlichen Ingredienzen riechen gut und lassen sich überall benutzen.

Bereits ein wenig Wasser aus der Wasserflasche genügt, um sich mithilfe der Trockenseife gründlich zu reinigen. Anschließend trocknet diese wieder und kann bequem in der Tasche verstaut werden. Aus Sicherheitsgründen sollten die Hygieneartikel in einer Tupperdose aufbewahrt werden. Löst sich bei warmen Temperaturen die feste Seife auf, verschmiert sie nicht im Rucksack.

6. Gaskocher und Camping-Pfanne sorgen für kulinarische Genüsse

Liebe geht bekanntlich durch den Magen – das gilt auch für die Liebe zum Camping. Eine leckere Mahlzeit kann auch über schlechtes Wetter, die ein oder andere Blase am Fuß oder das lästige Insekt im Schlafsack hinwegtrösten. Die klassische Campingnahrung kommt aus der Dose: Ravioli sind ein Muss für das echte Open-Air-Campingerlebnis. Natürlich können auch andere Gerichte zubereitet werden.

Um diese zu erhitzen, empfiehlt sich ein Gaskocher. Auf diesem kann auch der morgendliche Kaffee erwärmt werden. Naschkatzen bringen mindestens eine Pfanne mit zum Campen. In dieser bereiten sie als herzhaftes Frühstück schmackhaftes Rührei oder Pfannkuchen zu. Um nicht extra den Teig anrühren zu müssen, kommen Fertigmischungen in der Flasche infrage. Diese müssen lediglich mit Milch aufgegossen werden und sind kurzem Braten sofort servierfertig.

7. Wasser sollte niemals vergessen werden

Eines der wichtigsten Ausrüstungsgegenstünde beim Open-Air-Camping ist ein Wasserkanister – besser noch zwei. Das kühle Nass wird nicht nur zum Waschen benötigt, es kann natürlich auch den Durst stillen. Um nicht allzu schwer zu tragen, sind Fünf-Liter-Kanister eine ideale Größe.

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