Die Eltern musizieren gemeinsam mit den Kindern im Wohnzimmer

Die Eltern musizieren gemeinsam mit den Kindern im Wohnzimmer © Robert Kneschke auf Stock Adobe

Die Musikgeschichte ist voller Beispiele, in denen zwei liebende Menschen auch Musik so sehr liebten, dass sie ihren Nachwuchs mit einbezogen. Die Carter-Family gehört ebenso dazu wie die Osmonds und die Jackson 5 – und dazu ungezählte Familien, die ohne großen Ruhm zusammen musizierten und musizieren. Ebenso allerdings ist die Musikgeschichte voller Beispiele, bei denen zumindest später aufgedeckt wurde, dass es dabei alles andere als freiwillig, familiär und harmonisch zuging. Was also tun, wenn man im Begriff ist, Eltern zu werden und seinen Nachwuchs nach Möglichkeit so an das Thema heranführen will, dass man später tatsächlich – und nicht nur vorgeblich – als glückliche Familienband(e) musizieren kann? Der folgende Artikel gibt Tipps.

Phase 1: Vor der Geburt

Erst einmal will natürlich gesagt sein, dass die geplante Familienband kein Grund ist, um Kinder in die Welt zu setzen. Diese Entscheidung sollte also unabhängig von den musikalischen Plänen und aus anderen Gründen getroffen werden. Für die Eltern ist es daher wichtig, sich zu fragen, ob sie Kinder wollen und weshalb. Vor allem Frauen hegen oft einen Kinderwunsch, wohinter sowohl biologische als auch psychologische und soziale Aspekte stecken. Wer also einen solchen Kinderwunsch hegt, kann viel über sich selbst erfahren, wenn er oder sie die Gründe hinterfragt.

Ist die Entscheidung für ein Kind gefallen – oder die Schwangerschaft war nicht wirklich geplant – muss den Eltern hinsichtlich der Musik bewusst sein: Es gibt keine Garantie dafür, dass der eigene Sohn oder die eigene Tochter ein Talent für die Musik oder überhaupt ein Interesse daran haben wird. Einen Versuch ist es also zwar wert, das Kind auch für die eigene Leidenschaft zu begeistern. Doch die Eltern müssen es eben auch akzeptieren, wenn das nicht klappen sollte. Das Kind seinen eigenen Weg gehen und sich selbst finden zu lassen, ist eine wichtige Aufgabe für seine Mutter und seinen Vater. Das bedeutet auch, dass es eigene Talente, Hobbys und Interessen haben darf.

Trotzdem kann das Kind in jedem Fall bereits im Mutterleib von der Musik profitieren. Dabei geht es noch weniger darum, das Ungeborene für Musik zu begeistern oder selbst zum Musiker zu machen. Stattdessen wurde wissenschaftlich erwiesen, dass das Hören von Musik im Mutterleib vom Fötus wahrgenommen wird und dessen Gehirnentwicklung beeinflusst. Das gilt zwar nur für den letzten Teil der Schwangerschaft, doch dann bleiben die Melodien tatsächlich im Gedächtnis und das Baby erkennt sie auch nach der Geburt wieder.

Gerade musikalische Eltern, die selbst musizieren, können ihrem ungeborenen Kind in dieser Phase also immer wieder dasselbe Lied, zum Beispiel ein Schlaflied, vorsingen. Nach der Geburt wird das Kind dann nicht nur dieses Lied wiedererkennen, sondern das häufige Hören von Musik im Mutterleib sowie frühen Kindesalter fördert auch die Sprachentwicklung und macht es aufmerksamer für Klänge sowie Rhythmen – die perfekten Voraussetzungen also, um irgendwann selbst zu musizieren.

Phase 2: Die ersten Jahre

Bis etwa zur Mitte des Grundschulalters steht für Kinder in der Regel noch das Spielen im Vordergrund. Sie haben also nur wenig Interesse daran, ernsthaft ein Instrument zu lernen, theoretische Musikgrundlagen zu büffeln oder stundenlang zu üben.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Musik nicht dennoch bereits in diesem Lebensalter eine wichtige Rolle im Leben des Kindes spielen kann. Ganz im Gegenteil: Kinder orientieren sich vor allem in den ersten Lebensjahren bekanntlich zu großen Teilen an ihren Bezugspersonen, also ihren Eltern, Großeltern oder Geschwistern. Die sogenannten Spiegelneuronen im Gehirn sorgen dafür, dass sie vor allem durch Nachahmung lernen – das gilt für Verhaltensweisen, Gewohnheiten oder auch das Sozialleben.

Auf gut Deutsch: Kinder imitieren ihre Eltern. Wenn die Eltern also begeisterte Musiker sind und zuhause viel (gemeinsam) musizieren, wächst mit großer Wahrscheinlichkeit auch das Interesse des Kindes daran. Es wird anfangen, mitzusingen, zu trommeln oder selbst auf der Gitarre zu klimpern. Wichtig ist, das Kind in diesem Verhalten zu fördern und ihm die Freiheit zu lassen, verschiedene Klänge, Instrumente & Co auszuprobieren. Nur so bleibt der spielerische Charakter erhalten. In den ersten Jahren sind also vor allem folgende drei Aspekte wichtig:

  • Mithören? Aber bitte!

Für Eltern macht es keinen Sinn, sich für das Musizieren in einen Brandraum zurückzuziehen oder dieses auf den Feierabend zu verschieben, wenn das Kind schläft. Stattdessen eignet es sich hervorragend als Familienbeschäftigung. Das Kind kann dabei aktiv mitwirken, verliert jedoch in der Regel irgendwann das Interesse oder findet gerade etwas anderes spannender. Das ist vollkommen in Ordnung und keinesfalls sollten die Eltern das Kind zum Musizieren drängen – denn dann geht schnell der Spaß an der Sache verloren. Stattdessen ist es in Ordnung, wenn das Kind einfach nur der Musik lauscht und sich solange mit seinem Spielzeug beschäftigt oder ein Buch durchblättert.

Denn selbst das (unbewusste) Zuhören fördert sein Verständnis und seine Leidenschaft für Musik. Später wird es sich bei den Liedern immer wieder an seine Kindheit erinnern und dabei positive Emotionen erleben. Es entwickelt also eine positive Beziehung zur Musik. Eltern dürfen und sollten daher Musik machen oder auch – zum Beispiel über das Radio – abspielen, wann immer sie darauf Lust haben. Dabei darf es sich auch gerne um ihren individuellen Musikgeschmack handeln. Sobald das Kind alt genug ist, kann es zudem natürlich eigene Musikwünsche äußern.

  • Früh übt sich – aber nicht zu früh!

Die musikalische Früherziehung ist für jedes Kind sinnvoll und schult die motorischen Fähigkeiten, das Gehör sowie die Kreativität des Kindes, um nur zwei von vielen positiven Effekten zu nennen. Dabei geht es allerdings noch nicht darum, tatsächlich ein spezifisches Instrument zu erlernen.

Das ist erst ab etwa dem Schulalter zu empfehlen – es sei denn natürlich, das Kind äußert schon früher und von sich aus den Wunsch, für ein bestimmtes Instrument Unterricht zu nehmen. Ab etwa dem Grundschulalter können die Eltern das Kind dann auch aktiv dazu animieren, das bedeutet aber nicht, es zu drängen oder sogar zu zwingen. Stattdessen kann es Probestunden nehmen oder auf spielerische Art und Weise für ein Instrument begeistert werden.

Häufig haben die Eltern dabei ein bestimmtes Instrument im Sinn, weil sie es vielleicht selbst spielen und lieben, oder, weil es perfekt in die Familien-Kombo passen würde. Allerdings können sie nicht beeinflussen, wofür sich das Kind begeistert und es ein Talent mitbringt. Es ist daher wichtig, es selbst auswählen zu lassen, wann es ein Instrument erlernen möchte und welches.

Schließlich bringen sie alle ihre spezifischen Vorzüge mit sich. Auch der Unterricht in mehreren Instrumente ist natürlich möglich, wenn das Kind dies wünscht und damit nicht überfordert ist. Es handelt sich also um Entscheidungen, die stets im Einzelfall sowie im besten Sinne des Kindes getroffen werden müssen. Eine solche musikalische Früherziehung ist somit das zentrale Standbein, um eine Wurzel für lebenslange musikalische Leidenschaft beim Kind zu wecken.

  • Spielerisch hat oberste Priorität!

Das Stichwort ist bereits mehrfach gefallen: Spiel. Musik muss dem Kind in diesem Alter nämlich spielerisch nähergebracht werden. Eltern dürfen zu diesem Zeitpunkt keinesfalls mit schweren, langweiligen oder sogar druckerzeugenden Lehrstunden beginnen. Dann wird das Kind die Musik nämlich negativ assoziieren und später froh sein, sobald es damit nichts mehr zu tun haben muss.

Gemeinsam singen, trommeln und tanzen oder Ausflüge machen wie zu einem Mitmachkonzert für die ganze Familie…so oder so ähnlich kann stattdessen die kindgerechte Beschäftigung mit der Musik aussehen – und zwar durch Eltern und Kinder gemeinsam. Je mehr Spaß der Nachwuchs dabei empfindet, desto eher wird er irgendwann selbst den Wunsch verspüren, auch mit seinen Eltern zu musizieren. Dabei darf aber niemals die Leistung oder sogar der Drill im Vordergrund stehen, sondern eben stets der spielerische Aspekt.

Phase 3: Wenn Kinder größer werden

Ab etwa der Mitte des Grundschalters bis zum Beginn der Teenager-Jahre ist es wichtig, die musikalische Früherziehung zu festigen und das Kind zunehmend in den Instrumenten, dem Gesang oder dem Zusammenspiel in der Familien-Band zu fördern – sofern es das überhaupt möchte. Dabei gelten folgende Credos:

  • Talente und Fähigkeiten richtig einschätzen!

Das Kind ist in diesem Alter noch nicht unbedingt in der Lage, seine Talenten und Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Vielleicht äußert es bereits eigene Interessen, zum Beispiel am Gesang oder einem speziellen Instrument. Doch wenn nicht, so können die Eltern den Anstoß geben und das Kind ermutigen, zum Beispiel Schlagzeug- oder Gitarrenunterricht auszuprobieren – je nachdem, wofür es eben ein Talent besitzt. Es gilt also, das Kind im (spielerischen) Alltag zu beobachten und ein Gefühl dafür zu bekommen, was ihm liegt und Spaß bereitet.

  • Mitmachen lassen, aber wachsam sein!

Die ersten beiden Phasen waren die wohl wichtigsten, um ein musikalisches Interesse beim Kind zu wecken. Sind die Eltern "richtig" – gemäß der genannten Tipps – vorgegangen, hegt das Kind nun mit großer Wahrscheinlichkeit den Wunsch, beim Musizieren der Eltern mitzumachen.

Nun tragen die Bemühungen aus den ersten Lebensjahren also erste Früchte. Jedoch ist das kein Muss, denn jedes Kind ist unterschiedlich und nicht jedes entwickelt trotz musikalischer Früherziehung und leidenschaftlichen Musikern als Eltern und Geschwister ein Interesse an der Musik.

Die Eltern sollten das Kind also natürlich mitmachen lassen, aber dabei ein feines Gespür entwickeln, ob es daran wirklich Spaß hat oder nur den Eltern gefallen möchte. Letzterer Fall ist natürlich nicht wünschenswert. Dann gilt es, als Mutter und Vater noch einmal deutlich zu machen, dass sie ihr Kind bedingungslos lieben – Musik hin oder her…

  • Das Kindsein nicht aus dem Fokus verlieren!

Das Kind kann nun also zunehmend besser und mehr mit der Familie musizieren. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass es nach wie vor seine Kindheit genießen und auch andere Dinge ausprobieren sollte.

Der Fokus darf also nicht zu sehr auf die Musik schwenken, sondern natürlich ist auch Sport wichtig, ausreichend Zeit mit den Freunden sowie die Schule. Das Kind sollte sich selbst ausprobieren und weitere Hobbys finden dürfen. Die Musik hat in dieser Phase also zwar einen festen Platz in seinem Leben – mehr aber auch nicht.

Phase 4: Die wilden Jahre

Ausprobieren…danach steht der Sinn vielen Kindern auch in der nächsten Phase. Allerdings ist "Kind" dann eigentlich nicht mehr die richtige Bezeichnung. Denn es handelt sich um die Teenager-Jahre bis hin ins junge Erwachsenenalter. Diese Lebensphase ist für die Jugendlichen sehr anstrengend und häufig ebenso für ihre Eltern. Schließlich verändert sich nun körperlich eine Menge und auch die Persönlichkeit bildet sich weiter aus.

Die Imitation der Eltern verliert an Bedeutung und stattdessen orientieren sich die jungen Menschen vermehrt an den Gleichaltrigen – der sogenannten "Peergroup". Hat diese kein Interesse an der Musik, kann es auch bei den Teenagern schwinden. Doch keine Panik: Die Eltern sollten diese Phase aufmerksam, aber unbesorgt beobachten. Denn sie geht vorbei und spätestens anschließend kommt das Interesse an der Musik in vielen Fällen wieder zurück! Bis es so weit ist, können folgende Tipps helfen:

  • Jetzt kann es schwierig werden!  

Wie soeben erwähnt, verändern sich die Neigungen und Interessen in der Pubertät häufig. Für die Eltern bedeutet das unter Umständen, ihre musikalischen Pläne als Familie erst einmal auf Eis legen zu müssen. Jetzt Druck auszuüben, wäre die denkbar schlechteste Idee. Denn dann kommt es bei dem Kind zu Trotzreaktionen und möglicherweise einem vollständigen Verbannen der Musik aus dem eigenen Leben. Stattdessen gilt es, ihm Freiraum zu lassen und seine Entwicklung unvoreingenommen zu beobachten. Gleichzeitig ist diese Phase nämlich aus musikalischer Hinsicht auch eine Chance.

Schließlich ist die Motorik in der Jugend ausentwickelt und somit ist das Kind mittlerweile in seinem Instrument vermutlich sehr gut – vielleicht sogar besser als seine Eltern. Jetzt kann das gemeinsame Musizieren also auf ein neues Level gehoben werden. Das bedeutet für die Mutter und den Vater ein gewisses Umdenken. Sie sind nun nicht mehr Lehrmeister, sondern sollten ihrem Nachwuchs auf Augenhöhe begegnen und können vielleicht sogar noch von ihm lernen.

  • Anpassen an die Teen-Trends!

Damit das funktionieren kann, muss aber die Begeisterung des Kindes an der Musik trotz Pubertät erhalten bleiben. Manchmal sind die Erwachsenen diesbezüglich machtlos, doch sie können zumindest versuchen, das Kind positiv zu beeinflussen. Wie? Das funktioniert am besten, indem das gemeinsame Musizieren an den Geschmack des Kindes angepasst wird.

Es ist also sinnvoll, seinen sich verändernden Musikgeschmack zu beobachten und auch oder ausschließlich Songs aus diesem Repertoire gemeinsam zu spielen. Trotzdem sollte das Musizieren natürlich auch den Eltern noch Spaß bereiten. Gewiss gibt es aber Kompromisse, sprich Songs, die allen Bandmitgliedern gefallen.

  • Rebell Yell? Ziehen lassen!

Dennoch: Erzwingen lässt sich die Begeisterung für Musik nicht – weder in dieser noch in einer anderen Lebensphase. Das Kind ist plötzlich schwierig, die Eltern sind ihm peinlich oder es erzählt kaum noch von seinen Erlebnissen, Gefühlen & Co. Diese und ähnliche Veränderungen sind in der Pubertät ganz normal, allerdings für die Eltern nicht immer ganz einfach.

Zudem sind sie bei einigen Jugendlichen stärker und bei anderen weniger stark ausgeprägt. Daher gibt es auch nicht das eine Patentrezept, wie das Kind in dieser Phase für die Familien-Kombo begeistert werden kann. Einen Versuch ist das wert, doch wird er in vielen Fällen scheitern. Der beste Weg, um dieser Teenager-Unlust zu begegnen, ist dann zu akzeptieren, dass Musik eben momentan uninteressant ist.

Noch schwieriger wird das Projekt "Familien-Kombo", da den Jugendlichen ihre Eltern in dieser Phase oft peinlich sind. Sie möchten nicht mit ihnen in der Öffentlichkeit gesehen werden und schon gar nicht auf einer Bühne als Band. Vermutlich wird sich das Kind, wenn es weiterhin eine Begeisterung für die Musik hegt, also eine andere – sozusagen eine "eigene" – Band suchen.

Diese besteht meist aus Gleichaltrigen und spielt ein ganz anderes Genre als jenes, das bislang mit den Eltern verfolgt wurde. Es handelt sich um eine Art der bewussten Rebellion. Auch hier lautet die Devise: Gelassen bleiben und das Kind unterstützen. Entweder es wird mit der Band erfolgreich, was ja wünschenswert wäre, oder diese löst sich eines Tages auf und dann wird vielleicht wieder die Familien-Kombo interessant.

Phase 5: Das Erwachsenenalter

Denn spätestens im Erwachsenenalter genießen es viele Musiker wieder, zusammen mit ihren Eltern und vielleicht auch irgendwann ihren eigenen Kindern die Leidenschaft zu verfolgen und die Tradition des gemeinsamen Musizierens fortzuführen.

Dabei muss es sich nicht unbedingt um eine richtige Band mit (bezahlten) Auftritten handeln. Schließlich ist das zwischen Beruf und weiteren Verpflichtungen oft zeitlich schwierig. Die Kinder sind nun erwachsen und haben ihr eigenes Leben. Vielleicht wohnen sie sogar weit entfernt. Doch zumindest, wenn die Familie zusammen kommt, zum Beispiel an Feiertagen wie Weihnachten, steht das Musizieren dann oft noch an oberster Stelle und sorgt für lustige Abende sowie unvergessliche Erinnerungen.

Fazit

Viele musikalische Eltern wünschen also, dass der Nachwuchs es ihnen gleichtut, sodass man irgendwann als Familie gemeinsam im Proberaum oder sogar auf einer Bühne steht. Machbar ist das absolut. Aber es erfordert viel elterliches Fingerspitzengefühl – und auch schlichtweg ein wenig Glück, dass das Kind dieselben Talente und Interessen hat wie die Eltern. 

Dazu kommt eine Menge Verständnis und die Fähigkeit, auch mal loszulassen. Wenn man aber einen sorgsamen "musikalischen Samen" gepflanzt hat, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit auch aufkeimen und selbst einen momentan sehr renitenten Teenager zurück ins Team bringen.

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