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Es gibt viele Gründe, warum jemand kurzfristig Geld braucht, doch erst seit wenigen Jahren gibt es für diese Situationen ein Finanzprodukt auf dem Markt.

Eine ungeplante Reparatur am Auto, der Kühlschrank, der im Hochsommer den Geist aufgibt, eine gute Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen will, weil das Konzert eben kurzfristig doch super teuer ist, aber verzichten einfach keine Option ist – ein sogenannter Kurzzeitkredit oder Schnellkredit schafft Abhilfe.

Ein Kurzzeitkredit zeichnet sich durch eine Laufzeit von meist 30 Tagen und einer Höhe von rund 500 bis 3000 Euro aus. Spezialisierte Anbieter bieten als weitere Option die Möglichkeit, die Rückzahlung auf bis zu 90 Tage auszudehnen.

Worin unterscheiden sich Kurzzeitkredite und Ratenkredite?

Wer einen Kredit aufnimmt, wendet sich in der Regel an seine Hausbank oder einen Anbieter im Netz. Diese vergeben Darlehen in vier- bis fünfstelliger Höhe, die mindestens 12 Monate Laufzeit haben. Alles andere lohnt sich für die Banken meist nicht.

Der Kredit wird in zuvor vereinbarten monatlichen Raten abgezahlt, die Höhe der Zinsen hängt eng mit der Bonität des Kunden zusammen. Je besser die Bonität ist, umso günstiger bekommt der Kunde das Geld, das höhere Risiko bei etwas weniger kreditwürdigen Kunden lässt sich die Bank vergüten. Der Schufa Score gibt darüber Auskunft, wie der Verbraucher sich bisher in puncto Ratenzahlung und Kreditwürdigkeit verhalten hat. Wer seinen Verpflichtungen immer verlässlich nachkommt, gilt als vertrauenswürdig, das Risiko des Kreditausfalls wird als gering eingeschätzt. Die Einkommenssituation oder der Familienstand werden bei der Schufa übrigens nicht gespeichert.

Anders verhält es sich bei einem Kurzzeitkredit oder auch Schnellkredit. Dieser beginnt bei einer Summe von 500 Euro und kann höchstens 3000 Euro betragen. Das sind Summen, welche die Hausbank nicht bearbeiten würde. Die Rückzahlung erfolgt in der Regel innerhalb eines Monats, die Bereitstellung schon innerhalb weniger Stunden.

Ein günstiger Eilkredit ist somit die Lösung für all jene, die nur für kurze Zeit, aber sehr schnell Geld brauchen. Auf persönlichen Wunsch hin kann die Rückzahlung auch in zwei oder drei Raten erfolgen. Einen solchen Minikredit können auch Personen bekommen, die durch ihren mittleren Schufa Score bei anderen Kreditinstituten abgewiesen werden. Bei Vexcash beispielsweise kann man als Neukunde zunächst maximal 500 Euro abrufen und muss sich erst einmal als verlässlicher Kreditnehmer bewähren. Nachfolgende Kredite können dann durchaus auch höher ausfallen.

Was kosten Kurzzeitkredite?

Der Jahreszins ist bei einem solchen Kredit ähnlich hoch wie bei einem Ratenkredit oder Dispokredit, aufgrund der kurzen Laufzeit ist das Geld jedoch sehr günstig zu haben. Die Zinsen belaufen sich auf wenige Euro. Es fallen keine weiteren Gebühren an, es sei denn, der Kreditnehmer hat bestimmte Extrawünsche wie eine längere Laufzeit oder die Blitzauszahlung innerhalb einer Stunde.

Insgesamt handelt es sich um eine sehr preiswerte Methode, um kurzfristig Geld zu leihen. Natürlich kommt man bei Freunden oder einer Familie noch günstiger an Geld, da diese in der Regel keine Zinsen berechnen, doch nicht jeder möchte in seinem Bekanntenkreis nach Geld fragen.

Familie oder Freunde sind oft nicht die besten Kreditgeber. Man sagt, bei Geld hört die Freundschaft auf, und auch die Eltern oder Geschwister sollte man nicht über Gebühr mit seinen Geldproblemen belasten. Zudem neigen diese Personen dazu, Fragen zu stellen, und vielleicht möchte man über die Gründe für die Kreditaufnahme einfach nicht sprechen. Solche Probleme hat man bei einem Online-Schnellkredit natürlich nicht, muss aber dennoch einige „Fragen“ beantworten.

Welche Voraussetzungen muss man für einen Kurzzeitkredit erfüllen?

Zunächst einmal muss man in Deutschland wohnen und ein deutsches Bankkonto besitzen, wenn man einen Schnellkredit aufnehmen möchte. Zudem braucht man ein entsprechendes monatliches Einkommen, das mindestens 500 Euro betragen muss. Wer überschuldet ist, hat schlechte Karten, einen Minikredit zu bekommen. Es empfiehlt sich dann der Gang zu einer Schuldnerberatung.

Wie beantragt man einen Schnellkredit/Minikredit?

Früher musste man den zuständigen Sachbearbeiter bei seiner Hausbank aufsuchen, um einen Termin bitten und die Gründe für den Kreditantrag ausführlich darlegen, heute beantragt man einen Minikredit ganz einfach online. Dafür braucht man nicht einmal einen PC, ein Smartphone genügt.

Zunächst einmal sucht man sich beim Anbieter die gewünschte Summe und die Höhe der Raten aus. Wer das erste Mal als Kreditnehmer auftritt, kann sich 500 Euro auszahlen lassen, später sind dann bis zu 3000 Euro möglich. In der Regel wird der Betrag innerhalb von 30 Tagen in einer Rate zurückgezahlt, es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Summe 15, 30, 60 oder 90 Tage lang zu leihen.

Nachdem man diese Parameter ausgewählt hat, gibt man seine persönlichen Daten ein und lädt die erforderlichen Dokumente wie die Verdienstbescheinigung hoch. Um sich zu identifizieren, was natürlich nur beim ersten Antrag nötig ist, wird ein Videochat mit einem spezialisierten Anbieter geführt. Schon fertig! Auf Wunsch ist das Geld innerhalb kürzester Zeit (bis zu einer Stunde) auf dem Konto. Dieser Service kostet jedoch Extragebühren.

Was sind die Vorteile eines Online-Minikredits?

Wer einen vergleichsweise geringen Betrag benötigt, hat eigentlich nur die Möglichkeit, seinen Dispositionskredit in Anspruch zu nehmen, es sei denn, er nimmt bei einer Anschaffung die Ratenzahlung in Anspruch. Das ist jedoch nicht immer möglich.

Bei der Bank wird eine so geringe Summe jedenfalls nicht als Kredit bewilligt, denn Aufwand und Kosten stehen in keinem Verhältnis zueinander. Diese Lücke schließen spezialisierte Anbieter. Das Schöne ist, dass die Anfrage für einen solchen Schnellkredit selbst ohne Auswirkungen auf die Schufa bleibt.

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