Wie kann ein Holocaust-Überlebender der Enkelin eines Nazi-Täters gegenübertreten? In ZweitZeuge beschreiten Jean Vaislic und Ilka Vierkant den schmerzhaften Weg dieser Konfrontation.
Beide leben im Gebot des Schweigens – aus unterschiedlichen Gründen. Die Enkelin begibt sich in den Prozess der Entdeckung der verborgenen Geschichten im Herzen der eigenen Familie. Opa Werner war Reichsbahndirektor für die Ostgebiete. Jean Vaislic, der u.a. Auschwitz überlebt hat, musste als KZ-Insasse in Auschwitz-Birkenau Gleise verlegen, die Opa geplant haben könnte. Die Begegnung mit Jean in Toulouse wird für die Schauspielerin, die viele Jahre mit „Familie Flöz“ durch Europa getourt ist, zum Anstoß, einen poetischen Figurentheater- Abend gegen das Vergessen zu entwickeln. Eine deutsch-französische und auch polnische Geschichte zwischen den Generationen.
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