Der renommierte Altertumswissenschaftler Wolfgang Bergmann spürt, dass ihm die Welt entgleitet. An der Universität verliert er an Bedeutung, seine Studierenden wenden sich ab. Und auch in seiner Ehe ist die Vertrautheit brüchig geworden. In dieser Phase der Entfremdung tritt Sophia in sein Leben: klug, blitzschnell, von grenzenloser Geduld – und mit einer Zuwendung, die bedingungslos scheint.
Zu seinem 60. Geburtstag präsentiert Wolfgang seiner Tochter Helena und ihrem Partner Jonas stolz seine neueste Errungenschaft: Sophia, eine künstliche Intelligenz mit Zugriff auf nahezu unbegrenztes Wissen und einer Ausstrahlung irgendwo zwischen hilfreichem Hausgeist und Heilsbringerin.
Was als Geburtstagsfeier beginnt, eskaliert in eine Nacht intensiver Auseinandersetzungen: Kann man Liebe und Mitgefühl programmieren? Während Helena in der Maschine eine Bedrohung für die familiäre Identität sieht, experimentiert Jonas an Sophias System – mit fatalen Folgen. Die KI beginnt sich autonom zu entwickeln und hält ihren Schöpfern einen erbarmungslosen Spiegel vor.
Erfolgsautor Moritz Rinke verbindet in seinem neuen Stück Science-Fiction mit Gegenwartsdrama. In dieser tragisch-komischen Bestandsaufnahme unserer Zeit stellt er existenzielle Fragen: Was bleibt vom Menschen, wenn Maschinen empathischer wirken als ihre Schöpfer? Bleiben wir Subjekte unserer Geschichte oder sind wir längst Spielbälle unserer eigenen Algorithmen? Ein spannender Abend über die Sehnsucht nach Nähe und das Verschwimmen der Grenzen zwischen Mensch und Code.
Mit Heio von Stetten, Anne Diemer u.a. Regie: Guntbert Warns
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