Was passiert mit einem Menschen, wenn er in Strukturen lebt, die ihn nicht meinen? Wenn Liebe an Leistung geknüpft ist. Wenn Anerkennung ein Kredit bleibt, der nie ausgezahlt wird.
Raus nach (dr)innen erzählt nicht von individuellen Fehlern, sondern von Systemen, die Menschen formen, verengen und gegeneinander ausspielen. Von Figuren, deren Handlungen nicht aus Freiheit entstehen, sondern aus strukturellem Druck. Figuren, die gelernt haben zu funktionieren – bis Funktionieren nicht mehr reicht und Handeln unausweichlich wird.
Im Zentrum stehen zwei Familien: eine migrantische und eine nicht-migrantische, eine ökonomisch abgesicherte und eine prekäre, eine, in der Nähe selbstverständlich ist, und eine, in der Nähe verhandelt werden muss.
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