Regie: Linda Glanz Altersempfehlung: Ab Klassenstufe 10
Ob das Thai-Curry in der Mittagspause, der Second-Hand Blazer oder die neue Waschmaschine – die meisten von uns stecken schon lange irgendwo zwischen Bestellscham, Auspack-Euphorie, Lieferkater, Delivery Anxiety und Klingelfreude fest: Alle Bestellen. Und manche Liefern. Ein Klick, und es klingelt.
Lieferdienste werden oft kritisiert. Sie stehen für Ausbeutung, Konsumwahn, Bequemlichkeit und die Vernachlässigung des Einzelhandels. Gleichzeitig ist das Bestellen in vielen Lebenslagen eine große Erleichterung, und ganz ehrlich, wer verfolgt nicht mit Freude, wie sich das DHL-Auto Stopp für Stopp der eigenen Haustür nähert? In dieser Inszenierung geht die Bürger:Bühne der allgegenwärtigen Bestellkultur auf den Grund. Wann bestellen wir online, statt in ein Geschäft zu gehen? Welche zwischenmenschlichen Momente gehen dadurch verloren, welche neuen entstehen? Haben Lieferdienste ein utopisches Potenzial, oder sind sie Vorboten einer dystopisch-technologisierten Welt? Was braucht es, um den Lieferant*innen-Beruf fair zu gestalten? Wer hat früher geliefert und wer liefert heute?
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