Veranstalter: Stadt Bühl, Bürgerhaus Neuer Markt, Europaplatz/Herbert-Odenheimer-Str., 77815 Bühl, Deutschland
Info
Der 2008 erschienene Roman Heimsuchung von Jenny Erpenbeck erzählt von einem Haus an einem märkischen See in Brandenburg. In diesem Haus leben die verschiedensten Menschen. Jedoch ist es keinem von ihnen gestattet auf Dauer in dem schönen Haus am See zu leben und dort sein Zuhause zu haben.
So unterschiedlich die Menschen auch sind, eines haben sie gemeinsam. Sie leben im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Einer Zeit, die von zwei Weltkriegen, Faschismus, Flucht und Vertreibung, der Trennung in DDR und BRD, sowie dem Mauerfall und der Wiedervereinigung geprägt ist. In individuellen Schicksalen zeigen sich die Folgen für die Menschen, die zu diesen Zeiten gelebt haben. Die Bewohner*innen werden von den Auswirkungen der deutschen Geschichte, politischen Ereignissen und persönlichen Schicksalsschlägen überrollt, von ihnen überwältigt und heimgesucht. Sie sind auf der Suche nach Heimat, nach einem sicheren und stetigen Zuhause, doch gleichzeitig andauernd auf der Flucht.
Die Geschichte des Grundstückes, auf dem später das Haus gebaut wird, beginnt mit dem Großbauer und seinen vier Töchtern, er ist der erste Besitzer des Grundstückes. Er verkauft sein Land an einen Tuchfabrikanten aus Guben und an einen Architekten aus Berlin. So nimmt die Geschichte vom Haben und Verlieren ihren Lauf.
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