Veranstalter: Schlosstheater Celle, Schlossplatz 6a, 29221 Celle, Deutschland
Info
Lea Goldberg, geboren am 29. Mai 1911 in Königsberg, war eine bedeutende jüdische Schriftstellerin, Lyrikerin, Sprachwissenschaftlerin und Literaturkritikerin. Sie gehörte zu den führenden Intellektuellen Israels ihrer Zeit. Die ersten Jahre ihrer Kindheit verbrachte sie in Russland. Von dort kehrte sie nach der russischen Revolution zurück und verbrachte ihre Jugend in Kaunas (Litauen), wo sie nach Abschluss der Schule zu studieren begann. Sie studierte semitische Sprachen, Geschichte und Pädagogik. Nach einem Studienaufenthalt in Berlin promovierte sie 1933 an der Universität Bonn. 1935 wanderte sie nach Tel Aviv im Völkerbundsmandat für Palästina ein, wo sie als literarische Beraterin des Nationaltheaters Habima arbeitete. Außerdem wurde sie Mitarbeiterin der Verlagsgesellschaft Sifriyat Po‘alim sowie der Zeitungen Haaretz, Davar und Al Ha- Mishmar. Sie gehörte auch zur Shlonsky Gruppe, einem Zusammenschluss zeitgenössischer israelischer Dichter um Avraham Shlonsky. Später wurde sie eine vielseitige Autorin, die sowohl Lyrik, Literaturkritiken, Kinderbücher, aber auch Prosa für Erwachsene verfasste. Sie sprach sieben Sprachen und übersetzte, neben ihrer eigenen literarischen Tätigkeit, zahlreiche Werke europäischer Autoren ins Hebräische. 1952 begründete sie die Abteilung für vergleichende Literaturwissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem, wo sie bis zu ihrem Tod 1970 lehrte.
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