Dawson

Dawson

Jan.
27
2022
Donnerstag, 27. Januar 2022, 20:00 Uhr
bis Donnerstag, 27. Januar 2022, 21:45 Uhr
Deutsche Oper Berlin, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin

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VOICES
Choreographie von David Dawson
Musik von Max Richter

Eine Reflexion über das Menschsein steht im Zentrum des Ballettabends, den der namhafte Choreograph David Dawson mit dem Staatsballett Berlin erarbeitet.

Im Januar 2021, einem der dunkelsten Momente der Pandemie, begab er sich mit den Tänzerinnen und Tänzern seiner Besetzung auf eine individuelle introspektive Suche, um im geschützten Raum des Probensaals eine vertrauensvolle Gemeinschaft wachsen zu lassen. Aus diesem einenden Geist erwächst aufrichtige Hoffnung, die sich im Ergebnis als eine universelle menschliche Empfindung auch dem Publikum mitteilt. Die musikalische Grundlage fand David Dawson in Max Richters Komposition VOICES (von 2020). Der Musiker beschäftigte sich mehrere Jahre lang mit der Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948, und gab dem Wortlaut der ersten Artikel dieser Resolution vielstimmigen Ausdruck: »Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren«. Das ist der inhaltliche Auftakt zu seinen musikalischen Szenen, die er unter dem Eindruck aktueller, internationaler, bedrückender Ereignisse fertigstellte, und zwar als Vision einer besseren und gerechteren Welt, deren Verwirklichung in den Händen der Menschen selbst liegt.


CITIZEN NOWHERE
Choreographie von David Dawson
Musik von Szymon Brzóska

Demgegenüber findet sich David Dawsons Choreographie CITIZEN NOWHERE. In diesem Solostück von 2017 beschäftigt er sich mit dem Gefühl der Verlorenheit des Individuums in einer Zeit der Weltgeschichte, in der Menschen, vollkommen einsam, in eine »moderne Zwangslage geraten, sobald sie, vielleicht auf der Flucht, mit dem Status der Staatenlosigkeit ihre tatsächliche Existenz infrage gestellt sehen«. Inspiriert von »Der kleine Prinz« verleiht dieses Solostück der Philosophie von Antoine de Saint-Exupéry körperlichen Ausdruck. David Dawson: »CITIZEN NOWHERE zeigt, dass allein die Existenz eines Menschen das Kostbarste auf der Welt ist. Selbst wenn Du von einer Million Menschen umgeben bist, erlebst Du noch immer Deinen eigenen Schmerz. Du erlebst immer Deine eigene Wahrheit, Deine Angst und Deine Freude. Niemand kann diese Dinge für Dich erleben. Das ist das Wunder, menschlich zu sein.« Die Musik für dieses Stück entstand in enger Zusammenarbeit mit dem polnischen Komponisten Szymon Brzóska.

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VOICES
Choreography by David Dawson
Music by Max Richter

Created and developed by renowned choreographer David Dawson and the Staatsballett Berlin dancers, this ballet evening is nothing short of a reflection on the human condition.

In January 2021, during one of the pandemic's darkest moments, Dawson, together with his cast, embarked on an introspective journey, allowing a communal spirit of trust come to fruition in the protected, shielded, and safe confines of the rehearsal studio. From this unity, genuine hope arises which in turn is conveyed to the audience as a universal human sentiment. As its musical foundation, David Dawson chose Max Richter's composition VOICES (2020). For many years, the musician devoted himself to studying the United Nation's Universal Declaration of Human Rights from 1948, polyphonically paraphrasing the declaration's opening words: »All human beings are born free and equal in dignity and rights.« These words are the guiding principle to his scenic compositions, counteracting the bleak climate of current global events they were created in with his own future vision of a better and fairer world whose implementation lies in the hands of us all.

CITIZEN NOWHERE
Choreography by David Dawson
Music by Szymon Brzóska

This world premiere is juxtaposed with David Dawson's choreography CITIZEN NOWHERE. In his 2017 solo piece, he explores the feeling of being lost during a time in our world history when the »lonely modern predicaments of statelessness and extended refugee status seem to diminish the opportunities for so many, but never the humanity of those who live out their existence within them.« Inspired by »The Little Prince«, this solo work gives physicality to the philosophy of Antoine de Saint-Exupery. It »shows how the solitary existence of being a human is the most precious thing in the world. Even if you are surrounded by a million people, you still experience your own pain. You still experience your own truth, your fear, and your joy. No one can experience those things for you. That is the miracle of being human«, says Dawson. The music for this solo work was created in close collaboration with the Polish composer Szymon Brzóska.

Veranstaltungsinformation, Text und Bild von Staatsballett Berlin, für Vollständigkeit und Richtigkeit keine Gewähr.

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