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The Spirit of the Lost Tales (live in Heidelberg, 2010) © René Peschel

Schon die Vorrunden in der Alten Feuerwache in Mannheim und der Heidelberger Halle02 waren ziemlich gut besucht. Das Finale lockte noch einmal mehr Besucher an, die sehr gute Auftritte der vier besten Newcomer der Metropolregion miterleben konnten: The Spirit of the Lost Tales, Spitchild, Trial of the Five und asleep.tender sea hatten sich jeweils durch einen kombinierten Jury- und Publikumsentscheid für dieses Finale qualifiziert. Special Guests des Abends waren die Vorjahressieger Soundition.

{image}The Spirit of the Lost Tales eröffneten den Abend mit ihrem Sound aus Blues, Rock und Folk, den sie auf ihre ganz eigene Weise spielend leicht auf der Bühne präsentierten. Vor allem die Texte der fünf Jungs aus Heidelberg sind sehr ausgereift, die durch den Gesang von Julian eine Tragweite erzielen, die niemanden im Publikum unberührt ließ. Nach anfänglicher Nervosität zeigten sie, warum sie schon in der Vorrunde mit ihrem Auftritt die Zuschauer hinter sich hatten und auch dieses Mal ganz klar der Publikumsfavorit waren. Denn durch Mundharmonika- und Keyboardeinlagen brachten sie eine Abwechslung in ihre Show, die die versammelte Menge gleich zu Beginn des Abends schon das Tanzbein schwingen ließ. Damit holten The Spirit of the Lost Tales verdienterweise schließlich den Sieg, da durch die vielen abgegebenen Stimmen sogar die Jury überstimmt wurde.

{image}Als zweites standen Trial of the Five auf der Bühne, die es etwas schwerer hatten, das tanzeingestimmte Publikum mit ihrem Mix aus Metal, Rock und Ska zu begeistern. Doch dabei darf man keinesfalls vergessen, dass es erst der zweite Auftritt der Jungs aus Sandhausen war – ihren ersten Auftritt absolvierten sie in der Vorrunde des Newcomerfestivals Rhein-Neckar. Doch selbst ihre eingeschworene Fangemeinde konnte nichts daran ändern, dass es letztendlich nur für den vierten Platz gereicht hat.

Die dritte Band des Abends war asleep.tender sea, die eine enorme Steigerung im Gegensatz zu der Vorrunde in Mannheim erkennen ließ. Noch sauberer und klarer kamen ihre sphärischen Melodien rüber, was auch lautstark mit "geiler Sound" seitens eines Zuschauers treffend beschrieben wurde. Auch der Wechsel des Frontmanns Anfang 2010 konnte asleep.tender sea nicht im Geringsten etwas anhaben. Als ob der neue Sänger und Gitarrist Nicolas schon immer in der Band mitgespielt hätte, performte er die Stücke einwandfrei und auch der zweistimmige Gesang mit Keyboarderin Laura war sehr synchron. Das bescherte ihnen einen guten zweiten Platz und eine Einigkeit seitens der Zuschauer und der Jury.

{image}Den Abschluß des Abends bildeten Spitchild aus Mannheim, die schon in der Vorrunde in der Jury für Diskussionen sorgte und sich durch einen enormen Publikumszuspruch den Platz im Finale sicherten. An diesem Abend sollte es allerdings nicht so reibungslos für die PowerPoserPornPiano-Band ablaufen. Denn sie waren zwar von der Jurywertung her eine Nasenlänge weiter vorne als ihre Konkurrenten, aber da die Stimmen des Publikums stärker gewichtet sind, wurden damit Spitchild schließlich auf den dritten Platz verwiesen. An ihrer Performance kann es nicht gelegen haben, denn instrumental und gesanglich haben sie eine saubere und originelle Show abgeliefert.

Special Guest an diesem Abend waren Soundition, die im letzten Jahr als Sieger aus dem Newcomerfestival hervorgingen. Und egal für welche Band die Zuschauer da waren, bei diesem Auftritt standen sie versammelt vor der Bühne und konnten vor der Entscheidung noch einmal so richtig abfeiern. Somit ging das 3. Newcomerfestival Rhein-Neckar schließlich zu Ende. 16 starke Newcomerbands der Metropolregion spielten um den Einzug ins Finale, es gab klare und auch überraschende Ergebnisse. Die vier Bands im Finale zeigten, warum gerade sie so weit gekommen sind und begeisterten das Publikum. regioactive.de freut sich jetzt schon auf die nächste Runde.

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