Festivalbesucher (live auf dem Deichbrand Festival am 19.07.2009)
Fotos: Holger Nassenstein (www.nassenstein.net)

Festivalbesucher (live auf dem Deichbrand Festival am 19.07.2009) Fotos: Holger Nassenstein (www.nassenstein.net) © regioactive.de

Nach einer langen Zeit des Wartens war es am 17. Juli wieder soweit: Das Deichbrand Festival 2009 in Cuxhaven stand an, der Stadt an der Mündung der Elbe in die Nordsee. Kalt und nass war es, aber dennoch herrschte drei Tage lang gute Laune. Mehr als 10.000 Besucher feierten bei der mittlerweile schon fünften Auflage des Festivals vor zwei Bühnen zu nationalen und internationalen Top-Acts. Den absoluten Höhepunkt lieferten die Schwedenrocker und Headliner Mando Diao ab.

{image}Wie immer rockte das Deichbrand-Festival vor einer atemberaubenden Kulisse – die Nordsee war schon immer ein Teil des Konzeptes, bei dem auch Wert darauf gelegt wird, dass junge Nachwuchsmusiker aus der Region um Cuxhaven die Möglichkeit erhalten vor einer großen Zuschauerzahl live zu performen. Zum ersten Mal fand das Festival auf dem Seeflughafen in Cuxhaven statt und die Zuschauer hatten die Wahl zwischen der "Fire-Stage" und der "Water-Stage". Egal, wie sie sich entschieden, auf beiden Openair-Bühnen wurde Livemusik vom Feinsten angeboten und das durchwachsene Wetter hatte kaum Einfluss auf die Stimmung des Publikums.

Die "Deichbrand 2009"-Fotogalerien:

-> Der Freitag mit 4Lyn, Polarkreis 18 und Eisbrecher.

{image}Ab 14 Uhr wurde vor der Fire Stage gerockt und gefeiert. Die Ehre am das Wochenende zu eröffnen hatten die Bands Loz Tinitoz und Kurz vor Hamburg.  Später fand sich das Publikum an der Water Stage ein, um die Openair-Party mit 4Lyn weiterzuführen. Die deutsche Crossover-Band konnte ihre durch zahlreiche Live-Auftritte gewonnene Professionalität auch in Cuxhaven unter Beweis stellen. Um 21 Uhr betraten Polarkreis 18 die Fire Stage. Mit ihrem Pop brachten sie einen direkten Kontrast zu 4Lyn aufs Deichbrand Festival, was aber nicht weniger Anklang fand. Wer zu späterer Stunde noch ausreichend Energie hatte, besuchte den Auftritt von Eisbrecher. Die aus Megaherz hervorgegangene Band brachte das Festival erneut in gänzlich andere musikalische Gewässer, sodass bereits am Freitag nahezu jeder Geschmack befriedigt werden konnte.

-> Der Samstag mit The Streets, Apotygma Berzerk und ASP.

{image}Wer am Freitag nicht allzu lange gemacht hatte oder einfach wenig Wert auf ausreichend Schlaf legte, konnte am Samstag bereits ab 11 Uhr weiterjubeln. Auch der Besuch beider Bühnen zu den Abendstunden lohnte sich: Mike Skinner machte ab halb 11 mit The Streets die Fire Stage unsicher. Für seinen eigenwilligen Stil bekannt und geliebt, konnte er auch beim Deichbrand-Publikum wieder einmal punkten. Dann war es an der Zeit zur Water Stage überzusiedeln, denn dort konnten Apoptygma Berzerk bewundert werden. Die norwegische Band, die Ende der 1980er zunächst als Soloprojekt startete, spielte ein 40-minütiges Set. Die Frankfurter Band ASP folgte und beeindruckte alle mit ihrem "Gothic Novel Rock", einer Mischung aus Alternative Rock, Neuer Deutscher Härte und Elektronik. Ein toller Auftakt zu ihrer Tour, die im Oktober starten wird.

-> Der Sonntag mit Mandio Diao, Trashmonkeys und Coppelius.

{image}Drei Top-Acts gaben sich in den Abendstunden die Ehre. Den Anfang machten Trashmonkeys, die ab halb 9 die Water Stage rockten. Die deutsch-britische Band übergab dann an Mando Diao, die eine Stunde später die Fire Stage in Beschlag nahmen. Die fünf Schweden-Rocker, die spätestens seit ihrem Festival-Siegeszug im Jahr 2004 jedem Rockbegeisterten ein Begriff sein sollten, präsentierten in bekannter Manier unter anderem ihr neues Album Give Me Fire, das bereits mit zwei grandiosen Single-Auskopplungen glänzen konnte. Sie bewiesen, dass sich ein stilvolles Outfit auch im strömendensten Regen durchaus als festivaltauglich erweisen kann. Die letzte auftretende Band des Abends, und damit auch des Deichbrand Festivals 2009, war Coppelius. Der Gig der Berliner Formation fiel bei sehr starkem Regen beinahe buchstäblich ins Wasser, so dass sich nur noch eingefleischte Fans der Band vor der Bühne versammelten, um den außergewöhnlichen Auftritt mit einem großen Schuss Exzentrik zu genießen.

{image}Musikalisch dennoch ein würdiger Abschluss des Festivals, der große Lust auf das nächste Jahr machte. Trotz diesem und dem fiesen Unwetter am Freitag, nach dem Teile des Geländes bereits regelrecht komplett unter Wasser standen, ließen sich die rund 10.000 Besucher pro Tag den Spaß zu keiner Zeit nehmen. Obwohl das Wetter über das gesamte Wochenende eher durchwachsen blieb, konnten kaum negative Auswirkungen auf die Laune der Besucher beobachetet werden. Insbesondere beim Auftritt von Mando Diao, dem erklärten Höhepunkt des Deichbrand Festivals 2009, schienen die Rahmenbedingungen keinerlei Rolle mehr zu spielen.

-> Die Impressionen vom Festivalleben sprechen da ganz für sich.

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