Neil Young (live in Köln, 2009)
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Neil Young (live in Köln, 2009) Foto: Thomas Galambos © regioactive.de

Neil Young hat eine ganze Ära der Rockmusikgeschichte entscheidend geprägt. Am 19. Juni trat er im Kölner Tanzbrunnen auf vor über begeisterten 5.000 Zuschauern auf.

{image}Neil Young hat seinem Stil nie wirklich final festgelegt. Während er in den 1970er Jahren den Fokus eher auf Folk-Rock, Hardrock und Songwriting legte, brach er in den 80ern, zum Leidwesen der Fans und Kritiker, mit seinem Stil. In den 90ern erinnerte er sich seiner Wurzeln und avancierte zum Godfather des Grunge, arbeitete mit Pearl Jam auf Mirror Ball zusammen und gedachte Kurt Cobain auf seinem Album Sleeps With Angels. Bis heute haben die Klänge von Neil Youngs Musik wieder etwas an Härte abgenommen und sind ruhiger geworden, ihrer Beliebtheit hat das allerdings keinen Abbruch getan. Im nahezu ausverkauften Tanzbrunnen fieberten rund 5.500 Zuschauer seinem Auftritt entgegen. Sogar Besuchern aus dem angrenzenden Ausland war der Weg nach Köln nicht zu weit. Parkende Fahrzeuge aus den Niederlanden, Belgien und Luxemburg prägten das Straßenbild rund um die Location.

Der Support Wolfgang Michels ist in der Deutschrockszene durchaus bekannt, fand am Konzertabend jedoch leider nicht den Anklag, den man ihm gewünscht hätte. Erstaunlich, da Michels Musikstil durchaus passte und er bereits 1976 in den USA mit Young zusammen gearbeitet hat. Mit relativ jungen Musikern spielte er sein Set, denen er somit die Möglichkeit bot, auf einer großen Bühne im Vorprogramm eines Weltstars zu agieren.

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Neil Young eröffnete um kurz nach 20 Uhr seinen Teil des Konzertes mit Hey Hey, My My. Das Publikum ging sofort mit und feierte den Altrocker mit voller Begeisterung. Natürlich durften zahlreiche andere Stücke nicht fehlen (mit Dank an die Kommentatoren -> die komplette Setliste findet sich z.B. hier).

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Das Publikum kann als gemischt beschrieben werden, doch überwogen deutlich diejenigen Altersgruppen, die Young noch aus ihrer Jugend kennen. Das Bühnenbild hatte einen schlichten Proberaumcharakter: Instrumente, Equipment, sowie Musiker  standen wild verteilt und ohne erkennbares System auf der Bühne herum, was man allerdings als Zeichen dafür deuten kann, dass Neil Young die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche ziehen wollte – die Musik, nicht etwa visuelle Effekte. Und das ist auch gut so, denn so konnte Young hervorheben, dass er nicht nur ein Musiker ist, sondern ein Meister seines Handwerks.

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