Peter Fox

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Berlin-Köpenick platzte aus allen Nähten. Na gut, nicht ganz Köpenick, aber zumindest die Kindl-Bühne Wuhlheide. Der Grund für die Euphorie: Peter Fox. Kaum sind die großen Festivalbühnen fertig bespielt, macht er weiter mit dem Auftreten und nutzt diesen Abend in Berlin direkt zum Videodreh. Der Stadtaffe schlägt ein und wohin man schaut, wird getanzt.

{image}Die Sitzplätze werden innerhalb von drei Minuten zu Stehplätzen und im Kessel vor der Bühne ist auch immer Platz für einen mehr. Ein bisschen erschreckend sind die ganzen sturztrunkenen Jugendlichen, die das medienpräsente Phänomen Komasaufen zur Realität werden lassen. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Peter Fox' Konzert tendenziell eher um eine Familienveranstaltung. Die zahlreichen Kids haben nüchtern Spaß und singen auch das ein oder andere Lied mit – genau genommen sogar das ganze Album.

Ein bisschen unglücklich kommt Peter Fox' Erklärung an, warum das Konzert viel später als geplant anfange: "Wir drehen das Video und dafür muss es dunkler sein", versteht der Zuhörer eher so, als sei das Video wichtiger, als die Audienz vor Ort. Als Folge wird einmal laut und kurz gebuht, gellend gepfiffen und anschließend einfach mit dem Spaß weitergemacht. Man kann seinen Helden ja nie lange böse sein. Peter Fox lässt sich das Partymachen zur richtigen Zeit am richtigen Ort nicht absprechen. Musikinnovation sieht da zwar anders aus, aber der Erfolg gibt ihm immerhin Recht.

Wer selbst eine Impression des Abends will, kann jetzt getrost auf die DVD warten, die ein kurzweiliges Vergnügen verspricht, das den modernen Zeitgeist perfekt wiederspiegelt.

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