Livingston

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Die Erwartungen sind hoch, wenn Livingston die Bühne betreten. Vergleiche mit großen Bands werden in den Raum geworfen. Doch Livingston überzeugten mit ihrer Tour scheinbar mühelos und beendeten diese im Berliner Magnet.

{image}Obwohl die Platte noch nicht draußen ist, wird der Gig im Berliner Magnet zu einem Egospiel für die internationale Band. Chris van Niekerk, Jakob Nebel, Beukes Willemse, Paolo Serafini und Phil Magee haben sich in London zur Band Livingston zusammengetan und vereinen italienische, deutsche, südafrikanische und britische Wurzeln in ihrer Musik. In Berlin ist das letzte Konzert der Tour und die Band verspricht "better" und "harder" zu spielen, als bei "any other concert". Besondere Credits gehen mehr als einmal an ihr Majorlabel Universal, das ihr Album demnächst auf den deutschen Markt bringt. Die Probleme in der Abmischung, die Bassgitarre und Bass-Drum viel zu häufig bereiten, sind auch an diesem Abend mit von der Partie. Das Ganze regelt sich aber innerhalb der ersten vier Lieder und die Welt hört sich wieder gut an. Das Publikum feiert die Jungs und sie feiern Berlin.

{image}Nach einer Stunde wird zur Zugabe gebeten und "KuschelRock" findet endlich seine Definition. Wunderbarer, handgemachter Rock der alten Schule in Verbindung mit sinnhaftigen Texten über Zwischenmenschliches. Wunderbar! Ein ganz klares Highlight ist das auf Zulu gesungene Lied über Kinder in Afrika. Im Schwerpunkt reduziert auf Trommeln und Stimme, kommt ein schönes, ursprüngliches Feeling dabei rum und der Wunsch auf, ein Zebra über die Bühne galoppieren zu sehen. Da kommt aber kein Zebra, da bleiben nur die sehr nett anzuschauenden Musiker.

Oft wird behauptet, die Vergleiche mit Snow Patrol und Coldplay wären gerechtfertigt. Doch genau diese Aussage wird Livingston überhaupt nicht gerecht. Zum einen haben sie einfach keine Ähnlichkeit mit post-"greys anatomy" Snow Patrol und erinnern höchstens vage an Snow Patrols Zeiten in London, als man sie für 5 Pfund bewundern konnte. Und zum anderen: Livingston klingen nicht wie jemand anders, sondern wie Livingston. Und das ist eindeutig das bessere Kompliment.

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