Newcomerfestival Finale (Alte Feuerwache Mannheim, 2009)
Foto: René Peschel Fotostrecke starten

Newcomerfestival Finale (Alte Feuerwache Mannheim, 2009) Foto: René Peschel © regioactive.de

Das Finale des Newcomerfestival Rhein-Neckar 2009 war eine große Demo dafür, dass man in Mannheim doch die Hütten voll bekommt und dafür, dass auch bei einem Contest eine großartige Konzertatmosphäre möglich ist!

{image}Denn was das Publikum am gestrigen Freitag Abend in der Mannheimer Feuerwache veranstaltete, das war ausgelassene Stimmung ab dem ersten Takt des Openers Soundition. Bei allen fünf Bands war die Halle voll und die Atmosphäre großartig, die Zugabe-Rufe nach jedem Gig sicher auch ein Beweis dafür, dass Jury und Publikum in den Vorrunden die richtigen Bands für dieses Finale ausgewählt hatten. Und auch diesmal gab es für die vorderen Plätze Einigkeit zwischen den Besuchern, die je zwei Stimmen (aber nicht für eine Band) abgeben konnten, und den Juroren Al Nalder (Modern Music School), Markus Biedermann (regioactive.de) und Steffen Blatt (Rhein-Neckar-Zeitung). Niko von Dr. Woggle and the Radio, der mit Begeisterung durch den Abend geführt hatte, brachte es bei der Verkündung der Platzierungen jedoch auf den Punkt: Bei einem Konzert mit solch einem Publikum und diesen starken Bands gibt es alles, nur keine Verlierer. Und doch verteilte sich der 2000€-Hauptpreis-Pott auf die Bands im Contest, der durch den Veranstalter Café Central in Kooperation mit Karakter live hervorragend organisiert worden war:

{image}Den vierten Platz im Wert von 200€ belegten Superdisco mit ihrem Indie-Mix aus The Cure, Mando Diao und Bloc Party. Sie traten als letzte der Bands im Wettbewerb auf. Von Anfangs-Nervosität wie noch bei ihrem (erst zweiten) Gig in der Vorrunde des Festivals, war diesmal (erst der vierte Gig) keine Spur. Mit den ersten klirrenden Tönen der Gitarre waren Musiker und Hörer gleich voll da. Mit Superdisco hat die Region eine Combo gewonnen, die den Underground ganz gewiss noch gehörig aufmischen wird.

{image}Sinus aus Walldorf streichen den mit 300€ dotierten dritten Platz ein. Die Jungs setzen vor der feiernden Meute in der Feuerwache nicht nur ein deutliches Zeichen gegen Nazis, sondern auch eins für die Lebendigkeit des Punkrock der guten alten Hosen- und Ärzte-Schule. "Punk's not dead at all", endlich wissen wir das wieder. Und mit ihrem Maskottchen, einem wie von der Tarantel gestochenen Frosch, setzen sie ihrem Auftritt noch einen witzigen Farbtupfer obendrauf.

{image}Sie waren in der Vorrunde an gleicher Stelle schon wirklich gut, aber mit zweitem Sänger und einer über sich hinauswachsenden Sängerin konnten Mojosoundz beim Finale einen ganz dicken Stempel hinterlassen. HipHop, Funk, Reggae und jazzige Pop-Würze stecken in dieser Groß-Combo. Als dritte Band des Abends waren sie ein Garant dafür, dass die Stimmung gar nicht abreißen konnte. So gab's schließlich den zweiten Preis für die Ludwigshafener: 500€.

{image}Mit 1000€, dem Preis für den ersten Platz, gingen Soundition aus Weinheim nach Hause. "Reggae/Ska aus Weinheim" ist von einem findigen Einheimischen wahrscheinlich sowieso schon längst als Marke beim Patentamt eingetragen, aber gut, dass es immer wieder Bands gibt die vor Augen führen, wo die bundesdeutsche Hochburg dieses Genres zu finden ist. Einen besseren Anfang für das Finale, als den Auftritt der siebenköpfigen Gruppe, hätte sich jedenfalls niemand wünschen können. Geboten wurde die hohe Schule des Einheizens und Feierns, überzeugende Professionalität (ok, das Mikro sollte man als Sänger schon mit auf die Bühne nehmen) und starke Songs, die die ganze Palette des Genres ausreizen.

 

Mehr zum Newcomerfestival Rhein-Neckar Finale:

Fotogalerie:

Alle Fotos des Abends gibt es hier.

Finalvoting-Preis:

{image}Alle Finalisten nehmen hier an einem Online-Voting der regioactive.de-Leser teil. Der Gewinner erhält ein Promotionpaket im Gesamtwert von 300€, das u.a. die digitale Distribution eines Albums, EP oder Single beinhaltet.

 

Alle Preise des Festivals gibt es dank der freundlichen Unterstützung der Stadt Mannheim, des Beauftragten für Musik und Popkultur und regioactive.de.

Das könnte Sie auch interessieren