Oxford Collapse

Oxford Collapse © Sub Pop

Vier Alben veröffentlichten Oxford Collapse bislang und tourten als Support-Act mit We Are Scientists. Nun war die Band vor wenigen Tagen erstmals in Deutschland unterwegs. Sie spielte dabei auch ein Konzert im Magnet Club in Berlin.

{image}Oxford Collapse sind seit ihrem dritten Album beim renomierten Label "Sub Pop" unter Vertrag. Doch der Durchbruch wollte bislang nicht gelingen. Schade eigentlich. Denn einerseits weiß die Bnd, dass ihre Musik nicht originell ist, da der Sound den Zuhörer her an die musikalische Vergangenheit der 80er und frühen 90er Jahre erinnert, mit all ihren von einer Noisewand umgebenen schräg-lieblichen Gitarrenmelodien, als an die Musik unserer heutigen Gegenwart. Doch dafür präsentieren sie diesen Sound auf ihren Konzerten mit umso mehr Enthusiasmus und Nachdruck. Das zeigte sich auch vor wenigen Tagen beim Konzert im Magnet Club in Berlin wieder.

{image}Denn auch hier präsentieren sich die drei aus Brooklyn stammenden Musiker von Oxford Collapse voller Lust und Spielfreude. Besonders Bassist Mike Henry bewegt sich ununterbrochen auf der Bühne hin und her, hüpft wie ein Hase über die Bühne oder wirft sich auf die Knie. Man merkt ihnen die Lust auf diese Möglichkeit, hier in Berlin aufzutreten, sichtlich an. Man hat den Eindruck, dass sie hier nicht nur den Fans gefallen wollen, sondern hauptsächlich geht es ihnen darum, dass das Konzert ihnen selbst Spaß macht. Ob das Publikum es nun gut findet oder nicht. Trotzdem freuen sie sich natürlich sehr, dass einige Zuschauer gekommen sind. Obwohl ja, wie sie sagen, mit der an diesem Tag stattfindenden "Fashion Week" große Konkurrenz herrscht.

{image}Eine Stunde spielen sie sich durch ein Set, bei dem sie von jedem ihrer bisherigen vier Alben (Some Wilderness, Remember The Night Parties, A Good Ground und Bits) ein paar Songs zu performen, die alle eins gemeinsam haben: Einen soliden, sympathischen und ausgelassenen Indie-Sound, der nicht darauf aus ist, unbedingt einen neuen Trend setzen zu wollen, sondern der im Gegenteil nicht mehr, aber auch nicht weniger will, als den Hörer für eine Weile zu entspannen. Das kann an einem kalten Wintertag genügen und erfrischen. So wie an diesem Abend. Oxford Collapse kann Deutschland deshalb gerne bald wieder einen Besuch abstatten. Einem Fan der Musik der späten 80er und frühen 90er Jahre sei die Band jedenfalls wärmstens ans Herz gelegt.

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