Blackmail
Foto: Jan Windszus

Blackmail Foto: Jan Windszus © City Slang

Blackmail haben nach einer fünfzehnjährigen Zusammenarbeit beschlossen, sich von ihrem Sänger zu trennen. Die Entscheidung hat sich offenbar während der laufenden Tour zugespitzt - schon in Heidelberg waren wir vom Auftreten der Band nicht mehr wirklich restlos überzeugt.

{image}Dezent unmotiviert erschienen uns Blackmail vor kurzem bei ihrem Gig in der Halle-02 in Heidelberg. Ein frühes Konzertende und mangelnde Kommunikation mit den Fans ließen einige Fragezeichen zurück. Im Mai in Berlin war dies noch keineswegs der Fall. Doch damit hätten auch wir nicht gerechnet: "Wie es sich bereits herum gesprochen hat, haben wir nunmehr, nach 15 Jahren blackmail, beschlossen, uns von Aydo zu trennen", beginnt das Statement auf der Webseite der Band. Zuvor hatte bereits der Tourveranstalter verlauten lassen, dass einige Konzerte aufgrund des Splits ausfallen werden, die Tour abgebrochen wird. Während der ehemalige Sänger Aydo Abay noch schweigt, fahren die übrigen Bandmitglieder in ihrer Mitteilung fort: "Wir haben alles gegeben, was wir geben konnten und noch mehr. Die vier Typen, die früher diese Band waren, können so nicht mehr zusammen weitermachen. Menschliches Verständnis war für uns immer die wichtigste Basis. Für alles. Diese Basis ist nicht mehr vorhanden. Eine Fortführung in dieser Besetzung ist für uns, insbesondere aus künstlerischen Aspekten, nicht mehr vorstellbar. Die letzten Monate waren eine sehr schwierige Zeit für uns alle und es war schwer für uns diesen Schritt zu gehen. Aber seit unserer endgültigen Entscheidung, getrennte Wege zu gehen, haben wir eine gewisse Freiheit wiedererlangt."

Wie es genau weitergehen soll, das scheint noch nicht hunderprozentig klar. Nur soviel stehe konkret fest: Die Band existiere weiter. Man habe aber auch jeder einzelne etliche Side-Projects, um die man sich kümmern könne oder solle. Das klingt danach, als wollen sich Blackmail Zeit dafür lassen, einen passenden Nachfolger zu finden, um dann wieder an die Spitze des deutschen Indie/Alternative zurückzukehren. Wir drücken die Daumen, dass das klappt!

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