Angelika Express in neuer Formation

Angelika Express in neuer Formation © Andi Müller

"Tante Angelika" ist wieder zurück auf bundesdeutschem Tanzparkett und will bei der Vermarktung ihrer nächsten Produktion ganz neue Wege einschlagen. Unabhängig von Plattenfirmen. Revolutionär?

{image}Angelika Express, die herrlich rotzigen Power-Pop-Rocker aus Köln, die mit ihrem ersten, selbstbetitelten Album die Ohren und Herzen der Republik im Sturm erorberten, sind zurück. Die Band die sich nicht viel um Hypes schert und durch ihre Hymne und Debütsingle Geh doch nach Berlin eine gesunde Ablehnung gegen Szenesnobs aller Art etablierte, hat dabei trotzdem und unwillentlich im Alleingang eine neue Kölner Schule aus dem Boden gestampft. Nach fast dreijähriger Pause sind Angelika Express nun wieder, in neuer Besetzung aber nach wie vor mit Frontsänger und Mastermind Robert Drakogiannakis an der Spitze, bereit loszuschlagen (wir berichteten). Für ihr neuestes Machwerk, welches bereits seit geraumer Zeit unter dem Motto: "Der härtest rockende Gitarrenpop der Republik. Jede Woche ein neues Lied für dich", auf der offiziellen Webseite in kleinen Häppchen, also Tag für Tag in Form eines neuen Songs, kostenlos und für jedermann zugänglich zum Hören und Speichern angeboten wird, haben sich die Angelikas jetzt ein interessantes Vertriebsmodell ausgedacht.

Nach einem Uservoting auf selbiger Seite sprachen sich nämlich über 70% der Angelika-Fans dafür aus, die Musik doch bitte auch in Form einer Platte in den Händen halten zu dürfen. Ehre wem Ehre gebürt: So eine CD ist eben doch etwas anderes als ein Download. Um diesem Wunsch gerecht zu werden, sich aber nicht wieder in die teuflischen Fänge kapitalistischer, blutsaugender Plattenfirmen zu begeben, ließ sich Robert von der Londoner Band Morton Valence für eine neue Form der CD-Produktion begeistern. Das nötige Kapital wird hier nicht von einem Label vorgestreckt, sondern durch die Fans und externe Kapitalgeber selbst beigesteuert. Der Vorteil für die Fans: Jeder der mitfinanziert wird an den späteren Einnahmen beteiligt. Der Vorteil für die Band: Alle Rechte und Entscheidungsfreiheiten bleiben dort wo sie hingehören, nämlich in den Händen der Musiker. Nachteile bei dem Konzept gibt es sicher eine Menge, aber erst einmal ist abzuwarten, wie genau die Idee umgesetzt wird und ob sie sich als echte Alternative zum traditionellen Weg beweisen kann.

Wie teuer eine Angelika-Aktie ist, steht noch nicht fest, wird aber in Kürze auf der offiziellen Webseite bekannt gegeben.

Weblinks

>> Angelika Express (Offizielle Homepage)

>> Morton Valence

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