Avril Lavigne (live in Mannheim, 2008)
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Avril Lavigne (live in Mannheim, 2008) Foto: Manuela Hall © regioactive.de

Mehr als 23 Millionen verkaufte CDs für ihr Debüt "Let Go" und den Nachfolger "Under my Skin" sowie nicht weniger als acht Grammy-Nominierungen belegen den enormen Erfolg der kanadischen Chartstürmerin. Jetzt ist der Pop-Dynamo mit allen Hits und den Songs seines aktuellen Albums "The Best Damn Thing" auf Tour. Die zahlreichen Mannheimer Fans konnten Avril Lavigne vor kurzem im Rosengarten live erleben. Unsere Fotos entstanden nicht durch einen Farbfilter: Die Fans bekamen Power-Pop zu hören und die Farbe Pink zu sehen.

{image}Doch bevor Avril Lavigne am vergangenen Sonntag vor den Gästen im ausverkauften Rosengarten die Bühne betrat, gab es natürlich noch eine Vorband. Die Jonas Brothers, die in den USA schon fest zum Musikgeschäft gehören, wollen nun auch in Deutschland Fuß fassen. Mit im Gepäck hatten sie ihr brandneues Album, welches gerade in Deutschland veröffentlicht wurde. Jonas Brothers, das gleichnamige zweite Album der Band, ist eine energiegeladene Pop-Punk-Scheibe, die mit bezwingend-eingängigen Hooks, druckvollen Gitarren und perfekt durchdachtem Songwriting sofort deutlich macht, dass die Brothers seit ihrem US-Debüt aus dem Jahr 2006 einen gewaltigen Satz nach vorne gemacht haben: Sie haben als Songwriter und Musiker unglaublich viel dazugelernt und klingen sehr viel reifer. In Mannheim präsentierten sie dem Publikum Songs wie When you look me in the eyes und Hold on. Die 3 Brüder Kevin, Joe und Nick, erst im Alter von 15-20 Jahren, waren in den US-Charts schon ganz oben und jeder, der das Album kennt, stellt auch dementsprechend hohe Ansprüche an den Auftritt der Jungs. Leider war durch die anfangs eher schlechte Akkustik kaum etwas von dem doch eigentlich guten Gesang zu hören. Mit ihrer aktuellen Single S.O.S retteten sie ihren Auftritt doch noch zum Guten und es war ein anständiges Warm-Up für Avril Lavigne gegeben.

Nachdem die Bühne in den neuen typischen bzw. pinken "Avril-Style" umgebaut wurde, konnte es losgehen. Die Musik begann und 6 Tänzer betraten die Bühne. Der Titel Girlfriend war der Einstieg in die gut 90-minütige Show. Tempo, Wiedererkennungswert, Power-Pop und ein hohes Maß an Energie sind das Elixier, aus dem das aktuelle Album The Best Damn Thing gemacht ist. In bewusster Abkehr von dem dunkleren Vorgängeralbum Under My Skin agiert Avril Lavigne voller Lebenslust und Spiellaune, die sie insbesondere auf der Bühne entfaltet. Das Album strotzt vor magnetischen, kraftvollen Popmelodien, die den Hörer einfangen.

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Auf der Bühne im Rosengarten spielte sie jedoch einen bunten Mix ihrer drei Alben. So standen Hits wie Complicated, Happy Ending, I’m With You, I Can Do better oder Runaway auf der Setlist. Wie man es aus Avrils letzten Videoclips kannte, tanzte sie auch bei einigen Songs mit, aber nicht nur das: Sie spielte ebenso Schlagzeug und Gitarre. So wurde es alles andere als langweilig. Verschwand der kleine Wirbelwind kurz hinter der Bühne um ihr Outfit zu wechseln, betraten die Tänzer wieder die Bühne. Avril schlüpft scheinbar ohne Anstrengung von gehauchtem Flüstern zum angsterfülltem Aufschrei. Imponierend ist ihr Wille, anders zu sein, als die üblichen "All American Girls", gerade was die musikalischen Inhalte betrifft, aber auch im Hinblick auf Auftreten und Aussehen. Das ist kein durchkalkulierter Billig-Pop, sondern exzellentes ehrliches Songmaterial einer jungen Induividualistin, die giftig sein kann und Krallen zeigt.

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Zum Ende und als Zugabe gab es dann natürlich noch ihren ersten großen Hit Skaterboy, denn der durfte auf keinen Fall fehlen. Noch einmal sang wohl jeder Fan mit und genoss die letzten Minuten des Konzertes. Auch die Akustik war bei Avril super, so war wohl das einzigste Defizit beim Auftritt von Avril, dass, wenn man etwas weiter hinten im Publikum stand, ab und an Probleme hatte, die gerade mal 1.60 Meter große Kanadierin zu erkennen.

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