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The Other Side of Life

Die zweite Vorrunde des diesjährigen Newcomerfestivals Rhein-Neckar fand in der Alten Feuerwache statt. Viele Überraschungen warteten hier auf das Publikum. 5 Bands standen auf dem Programm, allesamt einzigartig und hoch motiviert. Die gepflegte Auswahl an Bands durch das Organisationsteam um Timo Kumpf (Soapbox, Noisepollution) machte es der Jury nicht einfach.

{image}Es gab viele Highlights auf der Bühne zu bewundern, die allesamt preisverdächtig und erwähnenswert sind: der charismatische Sänger der Funk-Rocker Moonbird, die das schwere Los hatten, den Abend zu eröffnen, zog an diesem Abend ebenso viel Aufmerksamkeit auf sich, wie die kleine zierliche Basserin von Beispielwelt, die zu den frech getexteten Deutschrocksongs alles aus ihren Saiten rausholte. Meinen großen Respekt haben sich die Rocker (!) von Monday Freak Show erspielt. Die Band, deren Mitglieder zwischen 15 und 17 Jahre alt sind, traten mit einer routinierten Art auf die Bühne, die so manchen ins Staunen versetzte. Trotz der begrenzten Spieldauer nahmen sich die Fürther Jungs schließlich die Freiheit und präsentierten dem Publikum ein Schlagzeugsolo der Extraklasse. Hut ab. Abgerundet wurde der Abend von Madventure – eine progressive Rock Band, bestehend aus vergleichbar alten Hasen, die allesamt ihr Instrument beherrschten und einen soliden Auftritt ablieferten.

{image}Neben all diesen Acts konnten sich schließlich The Other Side of Life durchsetzen. Die vierköpfige Band überzeugte durch das ausgereifte Songwriting und die abwechslungsreichen Instrumentalsequenzen. Die Musik kann grob zwischen Sonic Youth, Motorpsycho und den Smashing Pumpkins eingeordnet werden, was weniger eine Schublade öffnen als vielmehr die musikalische Reife der jungen Musiker unterstreichen soll. Alles in Allem bestachen die Ladenburger durch das überzeugendste Gesamtpaket. Selbst kleinere Schwächen in den Vocals konnten den Sieg nicht verhindern. Auch der etwas nervige Privatfotograf der Jungs, bei dem man zuerst nicht wusste, ob er Teil des Konzeptes sein soll, oder ob er sich völlig übermotiviert selbst in Szene setzt, konnte den  positiven Gesamteindruck nicht trüben.

{image}Das insgesamt hochwertige Lineup machte es der Jury (Steffen Blatt, Rhein-Neckar-Zeitung / Dirk Brünner, regioactive.de / Al Nalder, Modern Music School) nicht leicht. Ebenso wenig wie die Meinung des Publikums, bestehend aus ca. 400 Gästen, die alle Ihre Favoriten auf dem Treppchen sehen wollten und deutliche Signale setzten. Nach langer Auszählung, Diskussion und Rechnerei konnte schließlich die Siegerband mit knappem Vorsprung ermittelt werden.

The Other Side of Life sind neben Fall in Grace die zweiten Vorrundengewinner des Newcomerfestivals Rhein-Neckar. Nachdem sich diese Veranstaltungsreihe bereits 2006 in Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Halle02 etablierte, konnte mit der Alten Feuerwache nun eine zweite wichtige Location hinzugewonnen werden. Das Festival erfreut sich mit durchschnittlich 400 Besuchern eines großen Zuspruchs und bietet Bands aus der Metropolregion endlich die Plattform, die sie verdienen.

{image}Neben dem Hauptpreis, der über die Vorrunden und das Finale 25.04.2008 entschieden wird, stellt regioactive.de den Publikumspreis. Demnach können alle Fans für Ihre Favoriten stimmen und diesen zu weltweiten Vertriebsmöglichkeiten im Internet verhelfen. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

>> Hier findet ihr eine umfangreiche Bildergalerie des Abends!

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