Wallis Bird (Alte Feuerwache, 2007)
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Wallis Bird (Alte Feuerwache, 2007) Fotos: René Peschel © regioactive.de

Schon lange warteten wir auf das Debütalbum des kleinen irischen Powerpakets und das Warten hat sich gelohnt. Und weil das Album nur einen kleinen Teil des Musikerlebens ausmacht und Wallis nicht lange still sitzen kann, ist sie momentan in ihrer zweiten Heimat Deutschland unterwegs. Und wie könnte es anders sein: Ihre Tour startete in Mannheim! Der Ort, an dem alles begann. Hier lest ihr unser Review und findet eine Fotogalerie sowie das aktuelle Video.

"Herzlich Willkommen daheim, Wallis!" schienen die rund 500 Fans mit ihrem Applaus der Sängerin und ihrer Band entgegen zu rufen. Denn die gebürtige Irin hat in der sogenannten "Metropolregion" ihre zweite Heimat – Mannheim – gefunden. Ein Studium an der Popakademie Baden-Württemberg führte sie nach Deutschland, wo sie für Aufsehen sorgte. Seit Jahren wächste die Fangemeinde hierzulande immer weiter an, was nicht zuletzt an ihrem gefeierten Auftritt auf dem "SWR3 New Pop"-Festival liegt. Seitdem ist einige Zeit ins Land gegangen und Wallis und ihre Band waren nicht untätig. Neben dem aktuellen Album, das seit September zu haben ist, stellt sie auf der Tour auch neue Songs vor.

Beihnahe zwei Stunden lang fegte Wallis wie ein Wirbelwind über die Bühne und man fragte sich ständig, woher sie wohl die ganze Energie nahm. Mit ihrem Sinn für Humor und ihrem nur selten stillstehenden Mundwerk hatte Wallis das Publikum schnell auf ihrer Seite. Einige Running-Gags hielten sich den ganzen Abend über, ohne langweilig zu werden. Aber auch musikalisch machte das Konzert einiges her. Wallis' Songs befinden sich irgendwo zwischen Pop- und Folkmusik und laden zum Träumen ein. Wunderbar umgesetzt werden die Songs von ihrer Band, die aus den Gebrüdern Vinne, Christian und Michael sowie Aoife O'Sullivan besteht. Mit seltenen Instrumenten wie z.B. einer Melodica oder einem Kazoo, verhalf letztgenannte den Songs zu einer gewissen Leichtigkeit.

Besonders bei den bekannten Titeln wie z.B. Blossoms In The Street (offizielles Video siehe unten) und The Circle, kannten die Besucher jede Zeile, womit sie Wallis Bird sichtlich rührten. Nach dem letzten Stück gab es tosenden Applaus, worauf ein Lied als Zugabe folgte. Doch dies schien dem Mannheimer Publikum längst nicht genug zu sein. Das Licht ging an. Doch selbst das konnte die hartgesottenen Mannheimer nicht beeindrucken. Sie klatschten weiter, so dass Wallis noch einmal auf die Bühne kam, um solo eine zweite Zugabe zum Besten zu geben. Bis diese beginnen konnte, dauerte es allerdings noch etwas. Die junge Irin war zu Tränen gerührt und konnte erst weitermachen und eine gefühlvolle Ballade zum Besten geben, nachdem sie vom Publikum mit Taschentüchern versorgt worden war.

Und mit einem Radschlag ging es dann endgültig runter von der Bühne. Auch der Kontakt zu ihren Fans scheint dem kleinen Energiebündel sehr wichtig zu sein, denn nach dem Konzert erfüllte sie geduldig jeden Autogrammwunsch und hatte auch Zeit genug für das ein oder andere Pläuschchen mit den Konzertbesuchern. Blut (Wallis verletzte sich bereits zu Beginn des Konzertes am Finger), Schweiß und Tränen... was braucht man mehr für einen gelungenen Konzertabend?  Die weitere Tour lässt viel erhoffen. Wallis Bird und ihre Band sind noch bis Anfang Dezember in ganz Deutschland unterwegs. 

Setlist: 6 ft 8 – Counting to Sleep – Moodsets – Slow Down –  Your Morning... – You Are Mine –  Just Keep  Going – Country Bumpkin' – Your Daddy – The Circle – Blossoms In The Street – All For You

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