Im Rahmen der Veranstaltungsreihe content:jazz bot das Nelson am Live-Donnerstag eine Band feil, die mit einem frischen Konzept auch Nicht-Jazzern auf angenehme Art und Weise die oft schweren Türen zu diesem Genre öffnete.

Jazz Against The Machine heißt die Band, die aus vier Musikern besteht, die ihr Musikstudium an der Musikhochschule Mannheim abgeschlossen haben. Der Name ist Programm, erkennt man doch gleich die Anlehnung an die Crossoverband Rage Against The Machine. Die dargebotene Musik kann man wohl auch unter dem Begriff CrossCover zusammenfassen und als Kreuzung zwischen schweren Bassrhythmen und filigranen Jazzelementen verstehen, die auf bekanntem Material aus Grunge, Indie und Metal von Sepultura über Beck bis hin zu Nirvana basiert. Das Ergebnis ist eine brisante Mischung, die das Potenzial hat, Metaller und Jazzfans gleichermaßen den Abend genießen zu lassen. Florian Wehse, Claus Kiesselbach, Philipp Rehm und Marko Klotz schaffen mit der Kombination aus Vibraphon, E-Bass, Trompete und Schlagzeug das Unmögliche, ohne auf altbewährte Jazz-Attitüde verzichten zu müssen.

Die Themen werden immer wieder unterbrochen von exzellenten Soli, die dem Publikum im gut besuchten Café Nelson stets einen anerkennenden Applaus entlocken, da sie ohne Zweifel das Können jedes einzelnen Musikers wiedergaben, ohne in übertriebene Virtuosität abzudriften, die dem Rock-Flair nur geschadet hätte. Jazz Against The Machine ist eine Band, die vor Originalität geradezu übersprudelt und gleichzeitig multikompatibel ist.

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