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Empire

Anlässlich der Veröffentlichung des neuen Empire-Albums "Chasing Shadows" am 23. November haben wir Rolf Munkes in seinem Studio besucht und ihm ein paar Fragen gestellt.

Auf Chasing Shadows, dem nunmehr vierten Album von Empire, treffen eingängige Gitarrenriffs auf Ausnahmesänger Doogie White, der schon bei Ritchie Blackmores Rainbow sang und derzeit bei Gitarrenlegende Yngwie Malmsteen unter Vertrag steht. Dazu gesellt sich eine nicht minder interessante Rhytmusabteilung: Bassist Neil Murray (Ex Gary Moore, Ex Black Sabbath) und Neuverpflichtung Mike Terrana (Masterplan, Axel Rudi Pell) an den Drums.

Da bleiben musikalisch keine Wünsche offen. Mit diesem hochkarätigen Line-Up hat Gitarrist und Produzent Rolf Munkes eine Band um sich vereint, die ihre außergewöhnlichen musikalischen Fähigkeiten mit geradezu spielender Leichtigkeit in die Tat umzusetzt. Songs wie der Titeltrack oder der mitreisenden Stampfer Mother Father Holy Ghost sowie das schnelle, treibende und hymnenhafte The Alter (allesamt aus der Feder Munkes/White) werden von diesem Quartett fantastisch in Szene gesetzt.

Hallo Rolf. Warum hast du für "Chasing Shadows" gerade mit Doogie White (Vocals), Mike Terrana (Drums) und Neil Murray (Bass) zusammengespielt?

Neil war ja auch schon bei den anderen Alben dabei und gehört sozusagen zur Grundausstattung von Empire, Mike Terrana ist ja seit Ende 2006 nicht mehr bei Rage am Schlagzeug und durch das Produzieren der letzten Razorback-CD habe ich einfach nachgefragt, ob er Lust hätte mitzumachen bei einer neuen Empire-CD. Mit Doogie White wollte ich schon immer mal etwas aufnehmen und habe ihn angerufen und einfach gefragt. Dank Neils Überredungskünsten hat er sich dann mit Material von mir befasst und zugestimmt.

Werdet ihr, nun da eure CD bald erscheint, auch auf Tour gehen?

Lust hätten wir schon, doch es lässt sich terminlich einfach noch nicht machen. Leider.

Wie genau würdest du Empire musikalisch einordnen, vor allem durch die neue CD?

Hmm, ich würde sagen wir liegen irgendwo zwischen Rainbow und Black Sabbath.

Wie lange habt ihr an der neuen Platte gesessen und gab es Probleme mit der Kommunikation, da ihr ja eine deutsch-britische Band seid?

Probleme gab es Dank moderner Technik nicht. Wir haben zwar anfangs unsere Telefonrechungen etwas in die Höhe getrieben, doch dann sind wir auf kostenlose Internet-Messenger bzw. Internet-Telefon umgestiegen. Über diesen Weg haben wir auch unsere eingespielten Ideen ausgetauscht. Meist hab ich etwas geschrieben und per Mail an Doogie geschickt, ein paar Tage später war auch schon wieder etwas von ihm in meinem Postfach. Das haben wir mit massig Material so gemacht. Ich habe insgesamt ca. 50 Songs geschrieben, doch auf die CD packen es meist nur ungefähr 10 Stück. Doch das ist bei so ziemlich jeder CD so.

Inwiefern unterstützt dich deine Familie bei der Musik?

Das funktioniert super! Vor allem kann meine Frau auch kritisieren, was enorm wichtig ist. Manchmal sitze ich im Studio und spiele etwas, das zwar mir persönlich saugut gefällt, doch dann kommt meine Frau runter und sagt mir, dass es grauenhaft klingt. Und oft hat sie Recht! Jedoch ist es auch eine umso größere Bestätigung, wenn sie in der Tür steht und begeistert ist. Selbst meine Tochter ist stolz auf das was ich mache.

In Japan wird ein Bonus-Track auf die CD kommen. Kannst du uns darüber etwas sagen?

Aber gerne! Eine göttliche Ballade ist der Bonus-Track in Japan. Das Lied gefällt mir sogar so gut, dass es beinahe einen anderen Song von der normalen CD geschmissen hätte, um selbst drauf zu kommen.

Wird es in Empire irgendwann vielleicht eine zweite Gitarre geben?

Nein, außer eben für Live-Auftritte, da wird wohl eine von Nöten sein.

Mit welchen Musikern würdest du gern in Zukunft etwas aufnehmen oder einfach nur gemeinsam spielen?

Mit Gary Moore und Paul Stanley.

Welche Instrumente beherrschst du und welche würdest du gerne noch lernen?

Naja, neben der Gitarre kann ich noch Bass spielen. Wenn ich viel Zeit hätte würde ich gern noch Schlagzeug spielen können, doch dazu hab ich einfach zu wenig Zeit.

Besitzt du eine Gitarre von der du sagst, dass du sie am liebsten spielst?

Ja, eine Explorer von Anfang der 80er Jahren. Sie ist eine Spezialanfertigung.

Gibt es eine Art Dauerbrenner, den du zurzeit häufig hörst?

Zurzeit höre ich viel Breaking Benjamin und die letzte Anastasia findet immer wieder Platz im CD-Player. Jedoch höre ich gar nicht mehr so viel Musik in meiner Freizeit, ich erfreue mich auch gern an ruhigen Momenten.

Hast du eine Lieblingsband?

Hmm, nein die würde sich zu oft ändern. Aber ich bin ein Kiss-Freak!

Und wie sieht es mit einem Lieblingslied aus?

Nein, da gibt’s sicher keines, da will ich mich nicht festlegen.

Kenn ich zu gut. Wie sieht es mit einem Lieblingsfilm aus?

Ach, bei Filmen ist das immer so eine Sache... Ich vermische meist gesehene Filme und bastel mir im Kopf einen neuen zusammen, da ich mir nicht merken kann was zu welchem Film gehört. Aber ein wirklich guter Film der mir jetzt einfällt ist Babel.

Liest du viel? Hast du vielleicht ein besonderes Lieblingsbuch?

Naja, ich habe nicht allzuviel Freizeit zum lesen, aber wenn ich was lese sind es meist nur Musiktechnik-Fachzeitschriften.

Klingt so als hättest du echt einen ziemlich vollen Terminplan?

Naja, Freizeit hab ich nicht wirklich viel. An erster Stelle steht eben die Familie, und danach kommt die Musik. Aber eigentlich ist Musik ja auch Freizeit. Ich habe mir meinen Traum erfüllt und lebe von der Musik, habe eine Familie und bin sehr zufrieden.

Willst du noch etwas Abschließendes sagen?

Es würde mich unheimlich freuen, wenn wir durch die neue CD viele neue Fans gewinnen.

Vielen Dank Rolf Munkes für die interessanten Einblicke und das kurzweilige Interview.

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