As I Lay Dying (Live Music Hall)
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As I Lay Dying (Live Music Hall) Fotos: Nils Grobmeier © regioactive.de

"Welcome to Hell" – Hätte ein Freund gepflegter Popmusik an diesem Abend die Live Music Hall betreten, wären wohl genau das seine Gedanken gewesen. Und es war der Gruß von Andre Moraweck, dem Frontsänger der Band Maroon, den er an das Publikum richtete. As I Lay Dying hatten zum Auftritt geladen und zusammen mit Maroon, Himsa und Darkest Hour brachten sie das Publikum in der Live Music Hall zum kochen. Der Abend war restlos ausverkauft und die Halle zum Bersten gefüllt.

So ging die Party mit den ersten Klängen von Maroon gleich so richtig in die Vollen. Es wurde getanzt, gesprungen, gepogt, gemoshed. Beim dritten Lied versuchte sich Andre Moraweck als Moses. Er teilte zwar nicht das Meer, aber er gab dem Publikum 10 Sekunden Zeit, um sich zu teilen und zu einer "Wall of Death" zu formieren. Genau wie es von ihm gefordert wurde, geschah es dann auch. Und so verwandelte sich die Live Music Hall keine 15 Sekunden später in einen Hexenkessel. Ca. 300 Besucher pogten und moshten durch den Raum soweit die Knochen hielten. Der anschließende Circle-Pit war da nur noch eine freundliche Beigabe des Publikums. Der Auftritt von Maroon endete mit einem halbnackten Andre Moraweck: Da seine "Armani"-Hose gerissen war, zog er diese einfach aus und schmiss sie mit dem Kommentar "die bringt mindestens 400 Euro" ins Publikum. Was die nachgeschmissenen Socken bringen könnten, wollen wir an dieser Stelle lieber nicht wissen!

Wer nach Maroon daran dachte, sich eventuell ein bisschen entspannen zu können, wurde mit dem Auftritt von Himsa sofort eines besseren belehrt. Die Band kam auf die Bühne und Sänger Johnny Pettibone sprang direkt in den Fotograben, um über die Absperrung ins Publikum zu gelangen. Hier sang er zusammen mit den Fans einen Teil des ersten Songs und sprang mit ihnen gemeinsam durch den Saal. Kaum wieder zurück an der Bühne, erfolgte ein perfekter Stage Dive in die ersten Reihen der Zuschauer. Nun wurden die Gäste zu einem erneuten Circle-Pit aufgefordert. Dieses mal folgte fast die ganze Live Music Hall dieser Aufforderung und die tobende Menge rockte den Saal. Dies war jedoch noch lange nicht genug an aktiver Arbeit des Publikums: Beim vorletzten Song warf Johnny Pettibone das Mikrofon ca. 10 Meter weit ins Publikum und machte keinerlei Anstalten, dieses wieder einzufordern. Nachdem einige Zuschauer ihre Stimmgewalt zum Besten gegeben hatten, folgte der letzte Song und alle sollten nun doch eine kurze Verschnaufpause bekommen.

Mit der darauf folgenden Band Darkest Hour bekam das Publikum das, was es in dem Moment verdiente, nämlich einen kleinen Moment Ruhe. Die Band ging nicht ganz so heftig ab wie ihre beiden Vorgänger, bot jedoch eine perfekte Darbietung ihrer Hits aus den Alben Unduin Ruin, Party Scars and Prison Bars sowie Hidden Hands of a Saddist Nation. Nach etwas über 30 Minuten wurden Darkest Hour unter lautstarkem Applaus von der Bühne entlassen und die Fans forderten den Hauptact des Abends: As I Lay Dying. Die betraten ca. 15 Minuten später die Bühne und es kam was kommen musste: die Live Music Hall war binnen weniger Minuten wieder am kochen. Die Band und ihre Fans gingen erneut richtig ab und bereits ab dem ersten Titel war klar, dass die kommende Stunde für alle Fans ein perfekter Abschluss für einen perfekten Abend sein würde.

Ein besonderer Dank sollte an dieser Stelle noch an die Security gehen, die mit einer professionellen Gelassenheit alle Crowd-Surfer immer wieder sicher aus der Masse gezogen und auf die nächste Runde geschickt hat.

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