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Red Bricks (live in Würzburg, 2012) © Susann Heinrich

Ein Alternative- und Punkrockkonzert fand am vergangenen Freitag trotz Fußball-EM, Würzburger Weinfest und hochsommerlichen Temperaturen in den Kellern des B-Hofes in Würzburg statt. Wenn auch nicht Hunderte, so fanden sich doch einige ein, die darauf richtig Lust hatten.

{image}Sofort mit der ersten Band und deren Titel All About ging es richtig laut und heftig los. Die Würzburger Band Rubble The Cat hatte keinerlei Berührungsängste. Ihrem Motto "meine Finger sind blutig aber ich haue trotzdem weiter drauf" zufolge könnte man fast meinen, die Instrumente überleben den Gig nicht. Schlag auf Schlag geht es weiter. Der Geräuschpegel ist für den kleinen beschaulichen B-Hof wohl fast an seiner Obergrenze angelangt. Aber die Band hat genau das erreicht was sie wollte: Die Leute sofort in Stimmung gebracht. Textlich reichen die Songs der Band von sozialkritisch wie Little Green Friend bis hin zu exzessivem Feiern wie bei For a Long Time.

 

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Nach einem kurzem Umbau geht es auch schon direkt weiter, nun mit der zweiten Punkrockband des Abends – Awesome Grey aus Lohr am Main. Auch hier kommt sofort mit dem ersten Song Movin' On Tanzstimmung auf. Die Songs sind im Gegensatz zu Rubble The Cat mehr im melodischen Punkrock angesiedelt. Durch die Klänge angezogen füllt sich die Fläche vor der Bühne zusehends. Man merkt der Band an, dass sie Spaß auf der Bühne hat, wodurch der Funke auch auf das Publikum überspringt. Mit ihren Songs verdeutlicht die Band, dass nicht immer alles grau und langweilig oder trist sein muss. Man muss auch Spaß haben und das Leben genießen und genau das wird während der Show der vier Jungs vermittelt. Alle angestauten Energien werden freigelassen, genau das spürt das Publikum und es dauert nicht lange und es singt und tanzt mit. Neben Songs der aktuellen EP Do you have Friends?, wie Chase my luck, Life is not oder Freedom fighters werden auch Songs wie Fucking society oder Memorable moments gespielt, die man bisher noch nicht auf CD gepresst hat und damit eine Abwechslung in die Setlist der Band bringt.

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Als ein wenig schade konnte man empfinden, dass sich Fans des Hauptacts Red Bricks mehr oder weniger nur auf selbige fixiert hatten und auch erst mit deren Beginn in die Location kamen; auf die Bands, die bereits im Vorfeld Stimmung in den B-Hof gebracht haben, haben sie gänzlich verzichtet. Aber auch bei Red Bricks aus Rosenheim, die als dritte und letzte Band auf die Bühne kamen, merkte man, dass sie ihr Handwerk verstehen. Gepielt wurden fast alle Titel ihres Debütalbum Just Cause, das im Januar 2012 erschien. In den Songs lassen sich verschiedene Genres wie Brit-Pop, Metal Riffs, Punkrock oder Off-Beats erkennen, und das macht die Platte und eben auch das Konzert nicht eintönig. Von harten und laut schreienden Klängen gleich am Anfang wie bei Dance oder World Is Running über die eingängigen Balladen Voice Of an Angel und 25 Million Miles, alles ist vorhanden. Es wird zügellos drauflos gehämmert.

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Alles in allem war es ein gelungener Abend. Ein paar mehr Leute in der Location wären wünschenswert gewesen, trotzdem wurde wieder einmal deutlich: auch eine kleine Menge an Publikum kann eine super Stimmung im Zusammenspiel mit den Bands machen und Spaß hatten sichtlich alle die anwesend waren, egal ob Bands oder das Publikum.

Die Setlisten:

Rubble The Cat: All About | For a long Time | Sex Sells | Little Green Friend | Eddie 'The Potsmokin' Squirrel | Problems | Girls fart too | Parental Violence | Don't cry, little Emo-Boy

Awesome Grey: Movin' On | Life is not | Chase my luck | Shortly before | Memorable moments | Fucking society | Senseless | Freedom fighters

Red Bricks: Dance | World Is Running | Darkness | Letter At My Door | 25 Million Miles | Mirror | Hit The Road, Jack (Cover) | Voice Of An Angel | Soul | Fuck My Mind | Stand & Smile | Got To Get It On

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