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Mit reichlich Dezibel, einer guten Portion Kraftausdrücke und jeder Menge Schweiß brachten Zebrahead die Fans in der Osnabrücker Lagerhalle ordentlich zum Schwitzen. © Philipp Karadensky

Mit reichlich Dezibel, einer guten Portion Kraftausdrücke und jeder Menge Schweiß brachten Zebrahead die Fans in der Osnabrücker Lagerhalle ordentlich zum Schwitzen. Das Publikum, das schon bei der Vorband Itchy Poopzkid ausgelassen gepogt hat, ist nach dem Auftritt von Zebrahead glücklich und schwer erschöpft.

{image}Mit der Absage der 5Bugs am Dienstagmorgen wird so manchem Fan ein Schlag versetzt. Grund hierfür ist ein lästiger Virus im BUGschen Schlagzeuger. In der prall gefüllten Osnabrücker Lagerhalle merkt man am Abend aber nichts von Frust oder gar Unlust: Schon beim ersten Song von Itchy Poozkid tobt die Menge vor der Bühne. Bassist Sebastian und Gitarrist Daniel sorgen zwischendurch für kurze Verschnaufpausen, wenn sie beim regen Instrumenten-Tausch mit dem Publikum plaudern. Schnell stellt sich dabei heraus, dass unerwartet wenige der Zuschauer tatsächlich aus Osnabrück kommen. Es ist wohl eher das Umland samt Münster, die für eine gut gefüllte Lagerhalle sorgen.

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Als Itchy schließlich nach einer knappen Stunde voll reiner Energie mit der Show durch sind, wankt ein nasses und begeistertes Publikum zu den sanitären Anlagen. Das war mehr als nur Vorband sein! Überall finden sich die bekannten Itchy Who?-Shirts und entlarven so einige Fans.

Dass es im Anschluss mit Zebrahead um keinen Deut weniger schnell, laut und schweißlastig zugehen wird, lässt bereits der Soundcheck erahnen. Zu Punk und Rock gesellen sich jetzt jedoch noch Kraftausdrücke, kurze Hosen und Alkohol: Die Jungs mit Affinität zu Hawaiihemden haben sich eine kleine Bar im Karibikflair auf der Bühne eingerichtet – einschließlich Bartender. Durch diese Atmosphäre und ihr Auftreten vermittelt die Band aus den USA großen Spaß am Feiern und Spontaneität. So tummeln sich nicht nur die Backliner mit auf der Bühne, auch Itchy Poopzkid und zwei der Fans aus dem Publikum kommen auf einen Drink an der Bar vorbei.

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Sänger Ali Tabatabaee wirkt stellenweise etwas angeschlagen und nicht so fit wie seine Bandkollegen, die nahezu durchgehend springen, singen, Crowdsurfen und hin und her rennen. Und auch das Publikum gibt wieder alles – dieses Mal etwas ruppiger als noch bei Itchy Poopzkid.

Zebrahead zeigen sich schwer begeistert von dem ambitionierten Publikum, das Bassist Ben nicht nur mit einem krätigen "Happy Birthday" überraschte, sondern auch bereitwillig den einen oder anderen Circle Pit zu Ehren seines Geburtstages veranstaltete. So geben Zebrahead an diesem Abend nach groben 90 Minuten auch die erste Zugabe der gesamten Tour und überraschen damit nicht nur die Besucher, die zum Teil bereits durstig den Raum verlassen: Auch die Tontechniker hatten schon alles ausgeschaltet. Aber der Sound ist bei Zebrahead sowieso nicht so wichtig. Party, Party, Party und das nicht zu knapp. Haben Sie auch gemacht!

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