Die Felsen

Die Felsen © Tim Weber

Was geht in der Musikszene des Rhein-Neckar-Deltas? Antworten liefern die Musikredaktionen des Stadtmagazins MEIER und regioactive.de schon seit vielen Jahren. Gemeinsam suchen sie bis in den entlegendsten Winkel des Deltas nach den spannendsten Newcomern der Szene. Einmal im Monat wird dann in einem Feature die Nachwuchsband im MEIER und auf regioactive.de vorgestellt. Folge 1 präsentiert: Die Felsen aus Ludwigshafen.

{image}Möglichst "steinig" sollte der Name seiner neuen Band klingen, sagt Tim Gerhard Mayer, Frontmann von Die Felsen, und spielt damit auf Vorbilder wie die Rolling Stones oder Ton Steine Scherben an. Ein Hauch der lakonischen Verwegenheit eines Rio Reisers dringt durchaus auch mal in seiner Stimme durch, wenn er zum Beispiel in dem einprägsamen Song Rollender Stein von der verflossenen Liebe singt: "Ja, es tut weh, aber es tat auch mal gut. Ich hab immer noch keinen Frieden, aber ich hab immer noch Blut." Neben dem charismatischen Sänger treten die Felsen seit knapp zwei Jahren in der festen Besetzung mit Henrik T. Angstmann am Bass, Tobias Frohnhöfer am Schlagzeug und Frank Ratuschny an den Tasten auf. Musikalisch gelingt ihnen dabei der nicht immer leichte Brückenschlag zwischen Pop und Rock mit lyrischem Anspruch.

{image}Trotz des Ohrwurmcharakters klingen die Songs der Felsen glaubwürdig und sind an keiner Stelle zu glatt geleckt. Authentizität bezieht das junge Rock-Quartett aus der Heimatstadt Ludwigshafen. Wie sie erklären, gibt es auf ihrer Seite des Rheinufers keine (Pop-)Akademie, sondern nur die Chemie. Und die stimmt nun einmal zwischen Songschreiber und Gitarrist Mayer und den drei Bandmusikern. Mit der nachdenklichen Nummer Schein auf mein Herz haben die Felsen ihrer Stadt auch einen eigenen Song gewidmet: "Noch jung und schon so schwach. Wenn Andere lange schlafen, da hältst du dich noch mal wach." Nach der Veröffentlichung des Minialbums 27 (2010) erschien Anfang des Jahres das erste offizielle Album der Vier: Die Felsen. Auf den zwölf radiotauglichen Stücken hat Tim Mayer die Tragödien und Sehnsüchte eines jungen Erwachsenen in knackige Deutschrock-Texte verpackt. Melancholie trifft auf Straßenköter-Attitüde.

Nicht alle Titel sind konventionell mit Gitarre, Schlagzeug und Bass instrumentiert, sondern bieten Abwechslung durch den Einsatz von Hammond-Orgel oder klassischem Piano. Dadurch können die Felsen insbesondere live mit erfrischender Dynamik auftrumpfen und für überraschende Momente sorgen. Schöpft Tim Gerhard Mayer dazu noch aus seinem Rampensau-Potenzial, wird den Zuschauern ein echtes Erlebnis unterbreitet. Sollten die Felsen auch weiterhin ihre Spielfreude beibehalten, könnte sich der Weg zum Erfolg für sie alles andere als steinig gestalten.

 

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