Sommer 2010

Sommer 2010

In gemütlicher Atmosphäre feierte ein junges Publikum den Tourauftakt der Killerpilze in der Kammgarn in Kaiserslautern. Letztes Jahr waren sie noch mit ihrem vierten Album "Lautonom" in ganz Deutschland unterwegs, jetzt präsentieren sie ihr zweites, unter ihrem eigenen Label herausgebrachtes Album "Ein bisschen Zeitgeist". Mit dabei war, mit The Bush of Ghosts, auch eine über regioactive.de ausgewählte Vorband.

{image}Das die Killerpilze auch gerne dazu bereit sind anderen Musikern eine Chance zu geben zeigten sie im Vorfeld ihrer "KOMM KOMM.COM"-Tour, als sie sämtliche lokalen Toursupports über regioactive.de ausschrieben. Die Gewinner für das Kammgarn in Kaiserslautern waren The Bush of Ghosts. Diese versetzten das doch recht junge Publikum mit ihrem experimentellen Alternative-Wave-Rock schon früh in Schwingung, was nicht zuletzt am gefühlvollen Gesang von Sänger Davor lag. Damit erreichten sie schon das Emergenza Südwestfinale 2010 und Radiopräsenz bei bigFM sowie DASDING, dem Jugendsender des SWR. Am 23. Juli werden sie bei "Das Fest" in Karlsruhe auf großer Bühne zu sehen sein.

Mit der bekannten James Bond-Melodie traten die Killerpilze für ihre fast zweistündige Show auf die Bühne. Das war aber nicht das erste Mal, dass die Zuschauer die Band zu Gesicht bekamen. Mehrmals liefen sie während des Auftritts von The Bush of Ghosts fast unbemerkt durch den Club. Vermutlich auch, um sich ein Bild ihres selbst gewählten Supports zu machen. Den Auftakt machten die, seit ihrem Durchbruch 2006 deutlich gealterten Killerpilze unter anderem mit Schwarzer Kreis aus ihrem vorletzten Album Lautonom. Der Albumtitel war auch fortan Programm, denn durchgehend laut ging der Abend vonstatten. Leider überlagerte die Lautstärke der Musik dann auch den Gesang deutlich, sodass ein Konzertbesucher, der nicht jeden Song kannte, nur wenig vom Text mitbekam.

{image}Über die Entertainer-Qualitäten ließ sich allerdings nicht streiten: Mit viel Herzblut spornten die Killerpilze ihre Fans das ganze Konzert hindurch an stärkst möglich durchzudrehen. Vom ersten Song an wurde nicht nur auf der Bühne gesprungen, getanzt und gesungen. Sänger Jo schien es das größtmögliche Bedürfnis zu sein, wirklich jeden Anwesenden (auch Eltern und Clubpersonal) zum mitmachen zu bewegen. So war es auch nicht verwunderlich, als er nach einigen Songs quer durch das Publikum auf die Bar zu rannte, um auch diese als alternative Bühne zu benutzen. Alles mit seinem stilechten Hut über dem ausgeprägten Irokesen. Die Motivierungsversuche wurden auch belohnt, denn neben wild tanzenden und springenden Familienvätern kam auch eine "Wall of Death" zustande.

{image}Neben einer Mischung aus den vier bisher erschienenen Alben, coverten die Killerpilze mit Walking on the Moon auch einen Police-Klassiker. Mit Ein bisschen Zeitgeist präsentierte die Band dem Publikum an diesem Abend ihr erstes selbst produziertes Album, das nach ihrer eigenen Aussage genauso klingt wie sie sich fühlen. Dass sie zu 100% hinter diesem Album stehen, merkte man auch deutlich an der Energie, die sie auf der Bühne herüber brachten. Zum Ende des Konzerts kamen die Killerpilze, nach einem kurzen T-Shirt-Wechsel, nochmals für gleich fünf Zugaben auf die Bühne. Ein Killerpilze-Ritual hatten sie sich bis zum Schluss aufgehoben: Bei Springt hoch mussten alle Anwesenden nochmal etwas Sportsgeist zeigen und in die Hocke gehen, um bei Anstimmung des Refrains hochzuspringen. Danach war es aber auch Zeit, um Abschied zu nehmen und so verließen die Killerpilze gegen halb Elf die Bühne und hinterließen ein beschwingtes, aber durch die viele Mitarbeit doch etwas erschöpftes Publikum.

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