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Aura Dione (live in Mannheim, 2010) © René Peschel

Aura Dione ist eine der Newcomerinnen des letzten Jahres. Mit ihrem Song "I will love you Monday (365)" schaffte es die dänische Sängerin auf Anhieb in die Top 10 der deutschen Charts und kletterte sogar ganz schnell auf Nummer Eins. Jetzt ist sie mit ihrem Album "Columbine" auf Tour und legte dabei einen Stopp im Mannheimer Capitol ein.

{image}Ihre Texte sind ungewöhnlich, die Musik ausgelassen und die Outfits meist ziemlich außergewöhnlich. Mit ihrer selbstentworfenen Bühnenkleidung könnte sie sogar fast mit Lady Gaga konkurrieren. Musikalisch kann Aura Dione mit Künstlern wie Gwen Stefani, Shania Twain oder sogar Tracy Chapman mithalten. Der ein oder andere neidische Blick so mancher Frau ging auch in Richtung Bühne, denn dort war ein ganzes Schuhparadies aufgebaut – das Markenzeichen der Dänin. Ihre Shows werden als extravagant bezeichnet, und davon wollte sich der nach einiger Zeit recht gut gefüllte Saal selbst überzeugen. Leider musste man sich doch noch etwas gedulden, da die Show mit einiger Verspätung losging. Da der komplette Saal bestuhlt war und man sehr bequem wie im Kino saß, war das nicht weiter tragisch.  Als die zierliche Dänin dann im Jaguar-Look-Outfit, kombiniert mit einem glitzernden Collage-Kleid und schwarz-weißen Plateauschuhen, die Bühne betrat, wurde deutlich, dass die Vergleiche mit Lady Gaga nicht unangebracht sind. Und es sollte nicht das einzige Outfit an diesem Abend bleiben, denn während der Show waren noch einige weitere dieser schrillen Kostüme zu bewundern.

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Auf Anhieb fällt auf, dass Aura Dione sich auf der Bühne absolut wohlfühlt. So sagt der Name ihrer Tour "365 Days in a Year" genau das aus, was sie möchte, nämlich 365 Tage im Jahr auf der Bühne zu stehen. Genau das wäre ihre Traumvorstellung: Jeden Tag im Jahr ein Konzert zu geben, und das sieht man ihr auch an. Sie lebt, was sie singt, und bringt so extrem viel Persönlichkeit in ihre Songs. Zwar ist ihre Choreographie manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber das lockert das Ganze noch etwas auf. Auch lässt es sich die Künstlerin nicht nehmen, bei vielen Liedern lustige Anekdoten oder Hintergründe zu den Songs zu erzählen. So trifft sie von der Bühne mitten ins Herz ihres aufmerksamen Publikums. So erfährt man unter anderem, dass sie sich mit 17 entschlossen hat die Schule zu verlassen, um ihrem Wunsch Musik zu machen Folge leisten zu können. Bereits in diesen jungen Jahren arbeitete sie mit verschiedenen Plattenfirmen zusammen, ging nach Australien und Japan und nahm in Dänemark ihr erstes Album auf.

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Natürlich präsentiert sie die Songs ihres ersten Albums inklusive ihrer in Deutschland veröffentlichten Singles Song for Sophie und I will love you Monday (365). War das Publikum anfangs noch etwas verhalten, was aber wahrscheinlich vor allem an den Sitzplätzen lag, hatte Aura bei den beiden bekanntesten Songs das Publikum um den Finger gewickelt. Mit dem Titel Something is wrong bringt Aura Dione das Publikum zum schmunzeln, denn wie der Titel schon sagt, zählt sie in diesem Song Dinge auf, die so nicht unbedingt richtig sind, wie die These, dass es wohl eher falsch ist, wenn der Präsident ein Schauspieler ist. Die charmante Skandinavierin hat es im Laufe des Abends gemeinsam mit ihrer Band geschafft, mit einer Mischung aus verträumten Balladen, Power-, Folk-, Country- und Guter-Laune-Pop die Fans in ihren Bann zu schlagen und mit dem Gefühl, einen wunderschönen und gleichzeitig erholsamen Abend verbracht zu haben, konnte man das Konzert verlassen.

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Setliste

Little Louie | Something From Nothing | 1st Picture | Are You For Sale | Do It All for Love | Song for Sophie | You Are The Reason | Something Is Wrong | Fernando | Picture Of The Moon | Glass Bone Crash | I Will Love You Monday (365) | Neonlights | Jeronimo | Anthony | I Will Love You Monday (Remix) | Lulla Goodbye | Clean Hands

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