Vampire Weekend

Vampire Weekend © Beggars

Am Samstag gab es noch Aufregung um den zu großen Andrang und die Konzertabbrüche auf der White Stage, am Sonntag hatte sich die Situation zum Glück wieder beruhigt. Dafür erwartete die Festivalbesucher zum Abschluss des Hurricane 2010 Sturzregen und Schlamm.

Teil 1 & Teil 2 des Festivalberichts
{image}Ein Jahr ohne Schlamm und Matsch, davon träumt wohl jeder Hurricane-Stammbesucher. Dieses Jahr sah es in den ersten beiden Tagen ganz danach aus, als könnte das klappen, während das Schwester-Event Southside längst unter Wasser stand. Zwar hatte es auch in Scheeßel immer wieder kurz geregnet, aber dem Boden hatte das bisher kaum etwas ausgemacht – er blieb trittfest. Doch das änderte sich am Sonntag: LCD Soundsystem waren auf der Blue Stage mitten in ihrem Set, die New Yorker Band Vampire Weekend hatte gerade begonnen, da zog sich der Himmel zu und es brach ein heftiger Sturzregen los, der die Zuschauer unter die überdachten Getränkestände und Zelte eilen und den Boden in Sekunden aufweichen ließ. Als Entschädigung kam daraufhin zwar schnell wieder die Sonne heraus, doch den durch den Regen erzeugten Schlamm und Matsch konnte sie nicht mehr verhindern. Mach einer fand aber auch daran etwas Positives. So zum Beispiel mehrere junge Festivalbesucher, die barfuß in einer Schlammpfütze tanzten und sich gegenseitig mit Matsch bespritzten, begleitet von der trashigen Musik der mit Fahrrädern über die Bühne fahrenden, und Trampolin hüpfenden Mitglieder Deichkinds.

{image}Ansonsten war der Tag geprägt von großartigen, atmosphärisch dichten, melodischen Konzerten und erster Abreisevorbereitungen. Während einige der 70.000 schon ihr Gepäck für die nächtliche Fahrt nach Hause zusammentrugen, erlebte der Rest einen fantastischen und sympathischen Auftritt von Vampire Weekend, zurückhaltende Phoenix-Musiker und ein wie schon oben angedeutetes "Krawall und Remmidemmi"-Inferno von Deichkind. Das Hurricane 2010 endete schließlich furios mit der aus New York stammenden Band The Strokes um Julian Casablancas auf der Green Stage, The Prodigy auf der Blue Stage, Ignite auf der Red Stage und The Bloody Beetroots Deathcrew 77 auf der White Stage.

Und so bleibt festzuhalten: Das Hurricane Festival hatte in diesem Jahr alles zu bieten, was zu einem Festival gehört. Sonne, Regen und Schlamm, wie auch größtenteils friedliche Partylaune der Festivalbesucher, obendrauf noch großartige Auftritte der meisten Bands. Das Hurricane 2011 kann kommen. Nur das Konzept mit den zwei Zeltbühnen sollte die Festivalleitung noch einmal dringend überarbeiten.

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