Bonaparte

Bonaparte

Am Freitag tanzten die Festivalbesucher noch zu Beatsteaks, Madsen und Mando Diao, am Samstag ging es in ähnlicher Stimmung weiter. Überschattet wurde der Tag von einem Konzertabbruch und der vorübergehenden Schließung der White Stage.

⇒ Teil 1 des Festivalberichts
{image}Schon am Freitag hatte es riesige Schlangen und Proteste der Zuschauer vor den beiden Zeltbühnen (Red und White Stage) gegeben, da viele der Anwesenden  erst ins Zelt hineingelassen wurden, als der jeweilige Act sein Set schon fast beendet hatte. Am Samstag nahm der Andrang und der von den Zuschauern ausgeübte Druck auf die Security so stark zu, dass einige die Absperrungen umgehen konnten und nur mit vereinten Kräften des Sicherheitspersonals davon abgehalten werden konnten, die Zelte zu stürmen. Das hatte zur Folge, dass das Konzert von Bonaparte aufgrund der damit verbundenen Verletzungsgefahr auf der Red Stage fast abgebrochen wurde, und Frittenbude nach ein paar Songs auf der White Stage – genauso wie das für den weiteren Abend geplante Programm mit Erol Alkan und Boys Noize – aus Sicherheitsgründen sogar ganz abgesagt werden musste. Außer dieses Zwischenfalls blieb es auf dem Festivalgelände aber sehr friedlich und ruhig. Die Festivalbesucher saßen auf dem Boden, aßen an den zahlreichen Essensständen oder liefen kostümiert über das Gelände. Während dabei auf der Green Stage zunächst Deftones-Mastermind Chino Moreno für Stimmung gesorgt hatte, begeisterten Porcupine Tree wenig später mit ihrem von interessanten und stimmungsvollen Videosequenzen unterlegten Progressiven Rock.

{image}Ähnlich atmosphärisch ging es auch auf der Blue Stage zu. So schwebte zum Beispiel die Sängerin von Florence & The Machine mit roten Haaren und Zauberstab wie eine Hexe über die Bühne. White Lies erzeugten mit ihrer dunklen Musik düstere Joy-Division-Stimmung. Und Element Of Crime um Schriftsteller und Sänger Sven Regener begeisterten mit poetischen Texten und Regeners Trompeteneinlagen vor allem das ältere Publikum, während man sich beim fantastischen und atmosphärisch intensiven, dichten Auftreten der Band The XX fragen konnte, ob die Bandmitglieder sich mit ihren aus der Ferne und prophetisch erklingenden Stimmen auf einem anderen Stern wähnten. Der Höhepunkt des Tages war aber schließlich die TripHop-Band Massive Attack, die mit einer fulminanten Licht- und Videoshow sowie mit zahlreichen internationalen Gastmusikern begeistern konnte.

Insgesamt dominierten am Samstag auf dem Hurricane 2010 damit atmosphärische Klänge. Und es blieb die Erkenntnis, dass man von Glück sagen konnte, dass es beim Andrang zu den Zeltbühnen keine Verletzte gegeben hatte. Die vorübergehend geschlossene White Stage sollte mit überarbeitetem Sicherheitskonzept am Sonntag dann aber wieder für alle Zuschauer und Bands zugänglich sein. Dazu lest ihr mehr im dritten Teil unseres Festivalberichtes.

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