Sziget Festival

Sziget Festival © Sziget Festival

Ach Mensch, damit ist das Sziget Festival 2016 auch schon wieder Geschichte. Wir nutzen die Ödnis der Österreichischen Bundesbahn, um euch noch einmal einen Rückblick über eines der größten und verrücktesten Festivals Europas zu liefern.

1. Festival meets Citytrip 

Bei sieben vollen Festivaltagen einige wenige Höhepunkt hervorzuheben ist mit Sicherheit nicht einfach. Das Sziget ist wie eine verrückte Wundertüte voller Erlebnisse, und das noch in einer europäischen Metropole!

Damit wären wir aber auch schon beim ersten Highlight: Budapest. Die ungarische Hauptstadt hat jede Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten, und wer sich neben all den Attraktionen auf der Insel auch mal in die Stadt verirrt, der kann sich den Vormittag im Buda Castle, dem Parlament, bei einer Schifffahrt auf der Donau oder an der Fisherman's Bastion (sieht aus wie Howgarts!) vertreiben. 

2. Das Rahmenprogramm

Für alle Attraktionen und Möglichkeiten, die das Sziget-Programm zu bieten hat, reichen nicht einmal die 7 Festivaltage aus! Den ganzen Tag über gibt es Yoga-Kurse, Salsa-Workshops, DIY-Projekte, Kinovorführungen, Zirkus-Veranstaltungen, Kunstausstellungen und ein Schach-Zelt.

Sicher kann man auch irgendwo noch ganz vorzüglich lernen, seinen Namen zu tanzen. Das ist vor allem für diejenigen sehr gut, die auf der Insel auf gefühlten 1,5 Quadratametern campen, und dementsprechend tagsüber eine Menge Zeit totschlagen müssen. Wer allerdings in der Stadt wohnt, und auch noch etwas von Budapest sehen möchte, wird sehr wahrscheinlich auch nach dem Sziget kein Salsa-Profi sein. 

3. Das Ambiente

Ja, viele Festivals setzen mittlerweile auf Wohlfühl- oder Jahrmarktatmosphäre. Aber was die Sziget-Macher Jahr für Jahr hinzaubern, ist eine Welt für sich. Das riesige Gelände ist bis in die kleinste Ecke liebevoll geschmückt, kein Baum ohne Licherkette, Lampion, Schirm oder Lametta, an jeder Ecke Kunstinstallationen und andere Attraktionen.

Gerade nachts erscheint einem die Insel wie ein buntes Märchenland und es ist kein Wunder, dass man sich auf den verschlungenen Wegen das ein oder andere Mal verläuft.  

4. Das Miteinander

Bei keinem anderen europäischen Festival kommen mehr Menschen aus verschiedenen Nationen zusammen als beim Sziget. Die Besucher kommen nicht nur aus der EU, sondern reisen teilweise aus Australien oder Amerika an, um bei dem Spektakel dabei zu sein.

Die Grundstimmung ist ausgelassen, fröhlich und vor allem absolut friedlich. Auch nach einer Woche eingepfercht auf engstem Raum gibt es keinerlei Schwierigkeiten, von ein paar betrunkenen Rempeleien einmal abgesehen.

5. Die Musik natürlich 

Klar müssen die Veranstalter eines so gigantischen Festivals bei der Auswahl der Künstler einem breiten Massengeschmack gerecht werden, und das beeinflusst das Line-Up enorm. Doch auch wer seine musikalischen Vorlieben eher abseits des Mainstreams angesiedelt sieht, und mit den Kassenschlagern à la Guetta oder Rihanna weniger anfangen kann, wird im Konzertprogramm mit Sicherheit fündig.

Generell ist von Hip Hop über Rock in allen Härtegraden bis zu Elektro für jeden Geschmackt etwas dabei, allerdings muss man auch auf Abstriche gefasst sein. Der Sound an manchen Bühnen, vor allem vor der Main Stage, lässt zuweilen doch sehr zu wünschen übrig. Das liegt teilweilse mit Sicherheit an der Geländeaufteilung, denn die einzelnen Locations liegen doch sehr eng zusammen. Den Großteil der Besucher stört es sowieso nicht. 

Gerne wieder...aber? 

Generell kann man das Sziget Festival wirklich jedem ans Herz legen, der auf eine Woche Spaßurlaub mit musikalischer Untermalung aus ist. Das ist es auch, wofür die Island of Freedom bekannt ist. Hier kommen Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen zusammen, feiern, trinken, haben Spaß. Teilweise erinnert das an eine etwas teurere und erwachsenere Art des Malle-Urlaubs, nur mit etwas mehr kulturellem Anspruch und musikalischem Rahmenprogramm.

Aber hier gilt wie überall: Sziget ist, was du draus machst! Die Veranstaltung ist so breit aufgestellt, dass es jedem selbst überlassen ist, ob er 7 Tage im Borat-Höschen verbringt und Longdrinks aus Eimern säuft, oder dann doch lieber etwas von der Stadt sieht, seine Lieblingsbands anschaut und nebenbei noch Jutebeutel designt. Also Glitzer ins Gesicht und jetzt schon aufs Sziget 2017 freuen! 

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