Sufjan Stevens & Bilderbuch (Titelbild Jahrescharts)

Sufjan Stevens & Bilderbuch (Titelbild Jahrescharts) © Asthmatic Kitty/Universal

Was waren die Highlights 2015? Wir zeigen euch was bei uns in der regioactive.de-Redaktion dieses Jahr am meisten auf dem Plattenteller rotierte. Dabei zeigt sich ein ungewöhnlich großes Maß an Übereinstimmung.

Zwei klare Sieger gab es in den diesjährigen Jahrescharts von regioactive.de – und sie kommen aus den USA und Österreich. Mit jeweils fünf Nennungen platzieren sich Sufjan Stevens mit "Carrie & Lowell" und Bilderbuch mit "Schick Schock" gemeinsam auf Platz 1.

Knapp dahinter rangiert Kendrick Lamars Hip-Hop-Meisterwerk "To Pimp A Butterfly" mit vier Nennungen gefolgt von David Gilmours Album "Rattle that Lock", das dreimal in den Listen erscheint.

Eine ganze Reihe von Alben wurde schließlich zweimal erwähnt, nämlich die aktuellen Werke von K.I.Z ("Hurra, die Welt geht unter), Steven Wilson ("Hand.Cannot.Erase."), Courtney Barnett ("Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit"), Paul Weller ("Saturns Pattern"), Sizarr ("Nurture"), Iron Maiden ("The Book of Souls") und Saltatio Mortis ("Zirkus Zeitgeist"). Genug davon, jetzt auf zu den Listen:

Daniel Nagel

1. Kendrick Lamar – "To Pimp A Butterfly": Ein Hip-Hop-Album mit Crossover-Appeal oder eigentlich ein Jazz-Album im Gewand eines Hip-Hop-Albums? Egal, Kendrick Lamar ist ein tiefgründiges, facettenreiches Meisterwerk gelungen.

2. Sufjan Stevens – "Carrie & Lowell": Ein so persönliches Album, dass sich manche fast unangenehm berührt fühlen, so emotional arbeitet Sufjan Stevens die schwierige Beziehung zu seiner Mutter auf.

3. Benjamin Clementine – "At Least For Now": Eine faszinierende Mischung aus Soul, Jazz und Pop, die durch herausragende Songs besticht.

Markus Biedermann

1. Courtney Barnett – "Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit": Mitreißender Indierock aus Australien mit einer sympathisch-entspannten und dennoch energiegeladenen Stimme. Tolle Lyrics machen die Sache rund. Sagt einer, der bei "Depreston" viele Orte wieder erkennt und gerne "rebuilden" würde.

2. Kendrick Lamar – "To Pimp a Butterfly": Zeitweise musste man das Gefühl haben, dass diesem Album mit aller Macht Relevanz zugeschrieben werden sollte. Gar nicht nötig. Die Tracks sprechen für sich selbst.

3. Iron Maiden – "The Book of Souls": Faith No More, Death Cab for Cutie, New Order, Yo La Tengo… dieses Jahr haben so einige alte Favoriten neues Material veröffentlicht. Platz 1 an Maiden, die solide abliefern und Vorfreude auf live machen. Außerdem: 3x die 10min-Grenze zu reißen und durchhörbar zu bleiben. Das können heute nicht mehr viele.

Julian Kessler

1. Sufjan Stevens – "Carrie & Lowell": Jedes einzelne Lied auf der Platte besitzt Ohrwurmcharakter. Das melancholische Säuseln des Sängers passt perfekt zu den simplen Folk-Melodien. Allzu gern lässt man sich von der träumerischen und zuweilen todtraurigen Atmosphäre mitreißen. Ganz großes Gefühls-Kino. Lass dich drücken, Sufjan! 

2. Bilderbuch – "Schick Schock": Schon auf dem Maifeld Derby 2014 zeigten die Wiener Burschen, weshalb sie zurecht als angesagteste Newcomer-Band bezeichnet werden. Deutschsprachiger Pop braucht keine gestellte Gefühlsduselei (Die reicht oftmals sowieso nicht annähernd an die Authentizität von Sufjan heran). "Schick Schock" bringt frischen Wind in die angestaubte, festgefahrene Musiklandschaft. Willkommen im Dschungel!

3. Sleater-Kinney – "No Cities To Love": Mit diesem Album haben die drei Ladys einen Kracher rausgehauen. Leider bin ich erst mit diesem Album auf die Rockröhren aufmerksam geworden. Was für ein Glück, dass sie sich nach so langer Zeit mit diesem Brett zurückgemeldet haben! Teilweise richtig schön rotzig und dreckig. Meine musikalischen Heldinnen des Jahres 2015. 

Stefan Berndt

1. Bilderbuch – "Schick Schock": Kniet nieder, Ungläubige! Wer dieses göttliche Artefakt nicht anbetet, ist doch bereits innerlich verrottet.

2. Joanna Newsom – "Divers": Wenn Joanna Newsom wieder mal ein Album rausbringt, dann muss man das auch in seine Jahrescharts packen.

3. Dagobert – "Afrika": Besser produziert als der Erstling "Dagobert", kann "Afrika" nicht ganz die seltsame Magie seines Vorgängers wiederholen. Dennoch ein Meisterwerk deutschsprachiger Tonkunst.

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Melina Rehhorn

1. Bilderbuch – "Schick Schock": Alles andere als gewöhnlich klingt der neunmalclevere Funkrockpop der Österreicher, der besonders durch freche Texte und den groovigen Sound heraussticht und sich nicht so leicht in eine Genre-Schublade stecken lässt.

2. Frank Carter & The Rattlesnakes -– "Blossom": Begleitet von den Rattlesnakes keift, schreit und brüllt der ehemalige Gallows-Frontmann sich auf "Blossom" die Seele aus dem Leib. Eine einzige Lobeshymne an die Wut.

3. State Champs – "Around The World And Back": Midtempo-Tracks, die schnell, dank altbewährter Pop-Punk-Schule, ins Ohr gehen und zum Mitsingen animieren. Was Blink-182 vorgemacht haben, bringen State Champs zur Perfektion.

Jana Scheid

1. Bilderbuch – "Schick Schock": Keine Band hat mir dieses Jahr so den Kopf verrückt wie Bilderbuch. Ich gebe zu, auch ich gehöre zu denen, die dem schnöseligen Gehabe und den bekloppten Texten der Österreicher erst einmal wenig abgewinnen konnten. Dafür hat mich "Schick Schock" dann umso mehr aus den Latschen gehauen. Definitiv mein Soundtrack für die gesamte erste Jahreshälfte!

2. Sizarr – "Nurture": Wie kann eine Band aus Landau so international klingen? Meine Vorurteile gegenüber der pfälzischen Provinz haben Sizarr mit ihrem zweiten Album "Nurture" gründlich weggeräumt. Die Platte steht dem gefeierten Debut "Psycho Boy Happy" in nichts nach, der melancholische Indie funktioniert auch live vorzüglich (Maifeld Derby!!)

3. Refused – "Elektra": Ja, Elektra ist vielleicht nicht so grandios wie "The Shape of Punk to come", aber: Nach 17 Jahren Pause hat mich alleine die Ankündigung des Albums mehr als überrascht, ich glaube kein Refused-Fan hat nach all der Zeit damit gerechnet. Und nein, Elektra gehört nicht zu der Sorte: "Lasst uns ein Album machen, das Geld wird knapp". Die Schweden sind ihrem Stil treu geblieben, haben sich trotzdem weiterentwickelt und versuchen nicht ihr 98er Meisterwerk zu kopieren. Gefällt! 

Patrick Unrath

1. Bring Me The Horizon – "That’s The Spirit": Ich konnte mit den Jungs noch nie etwas anfangen. Zu viel Geschrei, zu wenig Melodie – bis ich den Song "True Friends" gehört habe. Der Stilwechsel auf „That’s The Spirit“ war gewagt, ist aber mehr als geglückt! Grandios arrangiert, geiler Sound, extrem catchy. Bring Me The Horizon sind poppiger geworden, reißen aber immer noch alles ein!

2. James Bay – "The Chaos And The Calm": Auf ihn bin ich natürlich durch "Hold Back The River" aufmerksam geworden – was für eine Stimme! Das Debüt hat jedoch noch viel mehr zu bieten und klingt extrem reif für einen 24-Jährigen. Springsteen? Adams? U2? Da haben (auch) die Co-Writer ganze Arbeit geleistet. Wer auf ausgeklügelten, handgemachten Blues-Rock/Folk steht, der ist bei "The Chaos And The Calm" absolut richtig. Die Stadien warten…

3. Die Orsons – "What’s goes": Kopf an Kopf-Rennen zwischen den Orsons und Bilderbuch. "What‘s goes" hat da die Nase vorne, sprüht nur so vor Witz, Cleverness und Verrücktheit und ist dabei ziemlich abwechslungsreich. Auf solche Texte und Metaphern muss man erstmal kommen – in welchem mentalen Zustand auch immer… Die Rapstreet Boys aus Stuggi-Stuttgart machen gute Laune und bringen ordentlich Schwung in Kiiiischte. What’s goes? Einiges!

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Konrad Bender

1. Audio88 & Yassin – "Normaler Samt": Die beiden MCs rumpeln reimlos über Beats von Breaque und Torky Tork und rasieren ganz nebenbei alles, was ihnen in die Quere kommt. Besonders dick ist der Kollabo-Track "Normale Freunde". Wer hier nicht vertreten ist, hat ohnehin keine Relevanz.

2. Sufjan Stevens – "Carrie & Lowell": Ich kann nicht anders, als mich den Lobeshymnen von hier bis Übersee anschließen. Sufjan Stevens reißt all meine emotionalen Schutzwälle nieder und trifft mich dort, wo es weh tut, aber auch wirklich schön ist. So muss Folk sein!

3. Little Simz – "A Curious Tale of Trials + Persons": Die britische MC zählt gerade mal 21 Jahre und hat im Leben schon mehr erreicht, als ich es je können werde. Der Flow ist von einem anderen Stern! Anspieltipps: "Gratitude" und "Dead Body".

Donjeta Hasani

1. Kendrick Lamar – "To Pimp a Butterfly": Was soll man dazu noch sagen? Ein Meisterwerk der Produktion, fabelhafte Fusion von HipHop, Jazz und Funk. Kendrick Lamar ist ein Poet und hat ein atmosphärisches Album geschaffen, das über das Selbst und die Welt reflektiert.

2. Zugezogen Maskulin – "Alles brennt": Jung, hungrig, wuchtig. Auch hier ist die hervorragende Produktion zu erwähnen, die Beats verpassen einen Schlag in die Magengrube. Testo und Grim104 könnten raptechnisch nicht verschiedener sein und ergänzen sich dennoch perfekt.

3. K.I.Z – "Hurra, die Welt geht unter": K.I.Z zeigen in ihrem fünften Album, warum sie bei ihren Anfängen vor zehn Jahren so eine Sensation im Deutschrap waren und warum Vergleiche mit jüngeren pseudo-provokativen Rapformationen hinfällig sind. Niemand ist wie K.I.Z.

Johannes Rehorst

1. Ahab – "The Boats of the Glen Carrig": Meine Lieblings-Doomköpfe haben sich mal wieder richtig viel Mühe gemacht, mit einem tollen (vielleicht nicht ganz so tollen wie das letzte) Album made in Monnem.

2. Wiegedood – "De doden hebben het goed": Absoluter Drecksbrocken von einem Album. Biestig, böse, nihilistisch, ergreifend, majestätisch, brutal.

3. K.I.Z – "Hurra, die Welt geht unter": Aufrecht, weise, stabil. 

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Erik Winkes

1. Joss Stone – "Water For Your Soul": Joss Stone, die Frau mit der begnadeten und wandlungsfähigen Stimme. Bei ihr weiß man nie, was ihr als nächstes einfällt. Ihre Karriere begann mit Soul. Über das Bandprojekt Superheavy kam sie zum Reggae und so entstand dieses traumhaft leichte Album. Einfach einlegen und von vorne bis hinten durchhören. Ein Sommeralbum für die Gute Laune. Lieblingssongs: "Let Me Breathe", "Cut The Line", "Underworld" und "Molly Town".

2. Elle King – "Love Stuff": Bis zum Finale von The Voice of Germany ein echter Geheimtipp. Jetzt dürfte Elle King wohl viele neue Fans haben. Diese Stimme ist gelebter Blues-Rock. Lieblingssongs neben dem großen Hit "Ex’s & Oh’s": "Where The Devil Don’t Go" und "Ain’t Gonna Down".

3. A-Ha – "Cast In Steel": Dieser Band bin ich verfallen, seit ich 11 Jahre alt war. “Hunting High And Low“ ist einer meiner All-Time Greatest Hits. Der "endgültige" Abschied war kurz. Schon sind sie wieder da und bringen mit "Cast In Steel" das beste Album seit "Lifelines" auf den Markt. Neben der Single "Living At The End Of The World" ragt "Objects In The Mirror" hervor, vor allem wegen dem genialen Intro.

Torsten Reitz

1. Steven Wilson –"Hand. Cannot. Erase.": Seinen bislang größten Wurf als Solokünstler hat das Universalgenie hat mit dem Konzeptalbum über eine jahrelang nicht vermisste, tote junge Frau vom Stapel gelassen. Mal verträumt, mal progressiv, mal retro, mal modern, aber stets atmosphärisch dicht bietet “Hand. Cannot. Erase.“ ein Hörerlebnis, das mit jedem Durchlauf dazu gewinnt. Solange er solche Qualität abliefert, ist es sogar zu verschmerzen, dass des Meisters eigentliche Stammband Porcupine Tree in der Mottenkiste verstaubt.

2. David Gilmour – "Rattle That Lock": Weniger bedächtig, aber ebenso makellos produziert wie der Vorgänger "On An Island" kommt David Gilmours neuester Silberlang daher. Neben den obligatorischen Pink Floyd-Anleihen gibt es auf der Platte die umwerfende Rick Wright-Hommage "A Boat Lies Waiting" und das hinreißend jazzige "The Girl In The Yellow Dress" zu hören. Wer mit den bisherigen Soloausflügen des Gitarrenmaestros nicht allzu viel anzufangen wusste, dürfte allerdings auch nach "Rattle That Lock" nicht bekehrt sein.

3. Iron Maiden – "The Book Of Souls": Mit der langersehnten aktuellen Doppel-LP bewegen sich die eisernen Jungfrauen nach einigen durchwachsenen Alben endlich wieder in der richtigen Fahrspur. Dabei vermeiden die Metal-Legenden geschickt die Fehler der vergangenen Jahre, setzen auf ausgewogeneres Songwriting und liefern mit Bruce Dickinsons Epos "Empire Of The Clouds" obendrein ein grandioses Finale ab. Über die Produktion lässt sich einmal mehr streiten, über die musikalische Qualität von "The Book Of Souls" nicht.

Max Rosenthal

1. Blind Guardian - "Beyond The Red Mirror": Ein kleines Vorwort zu meinem Ranking: Die Konstanz in der künstlerischen Qualität hat 2015 für mich retrospektiv eine sehr große Rolle gespielt, denn es sind einige sehnlich erwartete Alben meiner LIeblingsbands erschienen, die sich als äußerst enttäuschend herausstellten. Deshalb haben Blind Guardian sich die Krone verdient, obwohl ich das Album nicht einmal so gut fand, wie das davor. Wenige andere Bands, die es vor allem schon so lange gibt, liefern Album für Album so qualitativ hochwertigen Metal ab, ohne dass ihnen die Ideen ausgehen und ohne ihren Stil aufzugeben (siehe etwa In Flames...)

2. Soilwork - The Ride Majestic. Ein ähnliches Urteil wie bei Blind Guardian: Eine echte Soilwork-Platte mit ordentlich Feuer und einem Björn Strid, der stimmlich voll auf der Höhe ist.

3. Saltatio Mortis - "Zirkus Zeitgeist": Dieses Album wurde für mich durch das Summer Breeze ein bisschen der Soundtrack des Spätsommers. Saltatio schaffen auf dem Album die übliche zwischen schelmischer Leichtigkeit und nachdenklichem Schwermut oszillierende Stimmung. In das eigentlich einigermaßen komplexitätsbegrenzte Folk-Rock-Genre führen sie auch hier wieder kluge musikalische Einfälle ein und transformieren absolut gelungen "Maria durch ein Dornwald ging". Textlich geben sie dazu wieder einmal einige gewitzte Kommentare zur unserer Gesellschaft ab. Und hatte ich erwähnt, dass die Single "Wo sind die Clowns" einfach ein extrem geiler Song ist?

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Jan Wölfer

1. The Waterboys – "Modern Blues": Überragendes Album von Mike Scott und seiner Band. Das ist die klassische Rock-Singer/Songwriter-Platte, die ich mir noch mal von Neil Young, Bruce Springsteen, Tom Petty oder auch Bob Dylan gewünscht hätte. Überstahlt alles aus diesem Jahrzehnt!

2. Blur – "The Magic Whip": Starkes Comeback. Blur wieder mit Coxon so gut wie zuletzt vor 20 Jahren.

3. Paul Weller – "Saturns Pattern": Wieder ein mutiges Werk aus der Schmiede von Paul Weller und doch stimmt hier die Mischung und die Produktion wieder besser als auf den drei Alben davor. Und tolle Songs gibt es sowieso.

Sascha Kilian

1. Paul Weller – "Saturns Pattern": Der Modernist bekommt im Jahr 2015 nochmal die Kurve und bietet eine sehr gelungene, geschmackvolle Platte fast ohne Ausreißer. Fans der frühen Solotage werden versöhnt und Paul Weller rückt wieder ein Stück näher an seine Roots; lässt also das unselige Krautgefrickel ziemlich hinter sich.

2. Keith Richards – "Crosseyed Heart": Vergessen sind all die lauen "late night" Balladen auf den letzten Stonesplatten. Keef so aufgeräumt und abwechslungsreich wie nie auf einer Soloplatte. Noch dazu singt er wirklich gut! Die Überraschung 2015!

3. DANZIG – "Skeletons": Glen Danzig fräst durch seine eigene Sammlung an Lieblingsliedern und entdeckt dabei seine alte Hardcoreleidenschaft. Alte, obskure Bikerhymnen über Sadisten und Everly Brothers Herzballaden funkeln dunkel nebeneinander und bekommen ein neues, kraftvolles Gewand verpasst. Die Musikpresse hasst es!

Jan Paersch

1. Makaya McCraven – "In The Moment": Instrumentalen HipHop und Modern Jazz haben schon viele Musiker zusammengebracht, aber selten auf so relaxte und organische Weise wie der Drummer aus Chicago. Ein groovebetonter Sound mit wohlig wabernden Bassläufen, repetitiven Drumpatterns und Gästen an Saxophon, Gitarre und Vibraphon.

2. Melody Gardot – "Currency of Man": Ein raues Retro-RnB-Album von einer Jazzsängerin: mit Hammond und Gospelchören, düsteren New-Orleans-Bläsern und schweren Beats ist der US-Amerikanerin nichts weniger als ein Meisterwerk gelungen.

3.The Milk – "Favourite Worry": Die vier bleichgesichtigen Engländer mit ihrem wehmütigen, live aufgenommenen Stax-Sound haben einen modernen Soul-Klassiker geschaffen.

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Karolin Kupfer

1. Sufjan Stevens – "Carrie & Lowell": Das ergreifendste Album des Jahres und vielleicht Stevens bestes.

2. Courtney Barnett – "Sometimes I Sit and Think, and Sometimes I Just Sit": Mit Zeilen wie "Give me all your money and I’ll make some origami honey" liefert Barnett das wohl banalste und gleichzeitig beste Songwriting des Jahres.

3. Floating Points – "Elaenia": Elaenia funktioniert außerhalb von Genreschubladen und schafft mit seinen warmen Klangkonstrukten Räume, wie man sie auf elektronischen Alben bislang vergebens suchte.

Leonard Kötters

1. Grave Pleasures – "Dreamcrash": Das mit Spannung erwartete Nachfolgewerk von Beastmilk. Die Band um Matt McNatterny (Hexvessel, Ex-Code, Ex-Dodheimsgard etc.) hat durch Namen- und Besetzungswechsel eine schwierige Zeit hinter sich, aber schafft es auch mit dem neuen Album ein fesselndes Meisterwerk abzuliefern. Übrigens live auch ein Tipp!!!

2. Hemelbestormer – "Portals": Für mich das beste Instrumental Album des Jahres! Atmosphärisches, dunkeles, aber packendes Album von einer Band, die auf Platte und live die volle Aufmerksamkeit des Zuhörers fordert.

3. Myrkur - "M": In der "Szene" heiß diskutiert auf Grund der Definition ihrer Musik, aber es ist aus meiner Sicht ein spannendes Black Metal Album. Nach der Debüt-EP folgt mit "M" das erste Album der dänischen Dame, die alles im Alleingang schreibt und einspielt. Für 2016 ist ihre erste komplette Tour angekündigt.

Achim Casper

1. Kurt Vile – "b’lieve i’m goin down": Wunderschöne entspannte Gitarrenmusik! Kurt Vile auf dem Höhepunkt seines Schaffens

2. Agent Fresco – "Destrier": Fünf lange Jahre hat es gedauert bis die Isländer ein neues Album veröffentlicht haben. Besser noch wie beim Vorgänger mischen sich hier Prog, Jazz und Hardcore.

3. City and Colour – "If I Should Go Before You": Neue Wege kombiniert mit alten Stärken. Alleine die erste Single mit 9 Minuten Länge ist großartig und keine Spur langweilig! Das schaffen heute nicht mehr viele.

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Nina Vogel

1. Bilderbuch – "Schick Schock": Letztes Jahr noch auf dem Maifeld Derby gesehen und so gar nicht gewusst, was ich mit diesen hippen Österreichern anfangen soll. Und dann kam "Schick Schock", ein Album, dass einem mit seiner Genialität einfach nur so richtig eins reingehauen hat.

2. The Libertines – "Anthems For Doomed Youth": Ein Album, dessen Existenz eigentlich an Unmöglichkeit grenzt. Indie ist tot? Solange Pete und Carl noch ein Album raushauen glaube ich da nicht dran. Zwar hat es nicht ganz den geilen Sound wie die früheren Platten, aber mit Songs wie "Gunga Din" und "Iceman" hat es sich für mich trotzdem seinen Platz in den Jahrescharts verdient.

3. Sizarr – "Nurture": Dass die Boys von Sizarr aus Landau kommen würde bei dem Sound wohl niemand denken, klingen sie doch viel eher nach internationalem Erfolg als deutsch-städtischer Provinz. „Timesick“ wollte einem so gar nicht mehr aus dem Kopf gehen, und „Scooter Accident“ hat mich einfach nur umgehauen.

Joy Görig

1. Ghost – "Meliora": Erst durch dieses Album habe ich die Band entdeckt. Ich mag das geheimnisvolle und melodsiche sehr. Die doch eher weiche Stimme zu den relativ harten Tönen. Ich schätze, live ist die Band auch ein Erlebnis!

2. Itchy Poopzkid - "Six": Eine Band der ich bis 2015 eigentlich keinerlei Beachtung geschenkt hatte. Sich aber jetzt als eine meiner Lieblinge in 2015 entpuppt hat. Während Kings&Queens davon eines meiner Lieblingssongs ist muss ich sagen, dass das Video zu "Out There" einfach nur abgeht.

3. Placebo - "MTV Unplugged": Eine Band, die ich schon lange höre und schon lange sehr mag. Auch wenn ich nur durch Zufall auf das Album gestoßen bin, entwickelte es sich definitiv zu einem meiner Lieblinge. Placebo-Songs unplugged war irgendwie schon immer mein Wunsch.

Daniel Thomas

1. Sufjan Stevens – "Carrie & Lowell": Mit folkloristischem Minimalismus hat Sufjan Stevens in diesem Jahr mehr gesagt als alle anderen – puristische Perfektion

2. Tocotronic – "Das rote Album": Ja, es ist lyrisch nicht ihr Bestes. Eine musikalisch und soundästhetisch gelungenere Hamburger-Schule-Platte muss aber erst noch geschrieben werden)

3. Vennart – "The Demon Joke": Mike Vennart kann mit seinem Solodebüt zwar den Verlust der großartigen Oceansize nicht wettmachen, er tröstet vorrübergehend allerdings mit einer perfekten Prog-Pop-Symbiose.

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Susann Heinrich

1. Imagine Dragons – "Smoke and Mirrors": Ein Album, das es schwer hatte, an seinen Vorgänger anzuknüpfen, aber definitiv nicht enttäuschte! Absolute Lieblinge des Albums "Gold" und "I Bet My Life"

2. Revolverheld – "MTV Unplugged In Drei Akten": Seit dem Erscheinen dieses Albums gehörte es mit den zu den meistgehörten! Da machte es auch nichts, das man die Tracks in anderer Form bereits kannte!

3. Silbermond – "Leichtes Gepäck": Lange musste man auf neues Material von Silbermond warten, aber enttäuscht wurde man nicht im geringsten! Besonders die gleichnamige Single zum Album geht kaum mehr aus dem Ohr!

Kerstin Lammer

1. Noel Gallagher – "Chasing yesterday": Vielleicht nicht der hübschere der beiden Brüder, aber auf jeden Fall der bessere Songwriter.

2. Editors – "In Dream": Nicht unbedingt das beste Album der Band, doch die tiefe Stimme von Tom Smith verliert auch auf dem fünften Album nicht ihren Reiz.

3. Django Django – "Born under Saturn": Das Konzert in Köln hat mich nicht so mitgerissen wie erwartet, doch das Album überzeugt nach wie vor mit gutgemachtem tanzbaren Psycho-Art-Pop.

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Rudi Brand

1. Saltatio Mortis – "Zirkus Zeitgeist"

2. Demons Eye – "Under The Neon"

3. David Gilmour – "Rattle That Look"

Saron Duchardt

1. Kendrick Lamar – "To Pimp a Butterfly"

2. Wanda – "Bussi"

3. Bilderbuch – "Schick Schock"

Christian Grube

1. Steven Wilson – "Hand.Cannot.Erase"

2. David Gilmour – "Rattle that Lock"

3. Iron Maiden – "Book of Souls"

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