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Eintritt: AK: 8 € / AK ermäßigt: 5 €
Am 15. November 2026 ist Tomer Gardi mit seinem Roman „Liefern“ zu Gast im Kulturzentrum dasHaus.
Sie sind überall: auf Fahrrädern, Rollern und Motorrädern, unterwegs durch Berlin, Tel Aviv, Delhi, Istanbul oder Buenos Aires. Die Lieferanten bringen Essen, Pakete und Bestellungen, und erzählen dabei Geschichten von Migration, Arbeit, Familie und dem Wunsch nach einem besseren Leben.
In „Liefern“ verbindet Tomer Gardi sechs Geschichten zu einem ungewöhnlichen Gegenwartsroman. Im Mittelpunkt steht unter anderem Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist und als Lieferant arbeitet. Er spart Geld, um seiner Frau und Tochter nach Berlin zu folgen. Seine Geschichte führt zu Nina, die Deutsch unterrichtet und für ein Austauschsemester nach Delhi reist, und zu Ramón, dessen Weg schließlich bis nach Buenos Aires reicht.
Gardi erzählt von Menschen, die sich durch eine globalisierte Welt bewegen und dabei immer wieder an Grenzen stoßen; an bürokratische, soziale und persönliche. Es geht um Rassismus und Ausbeutung, aber ebenso um Liebe, Freundschaft, Familie und Zugehörigkeit.
Dabei ist „Liefern“ alles andere als ein schwerer sozialkritischer Roman. Gardi erzählt mit Humor, Leichtigkeit und großer erzählerischer Lust. Über drei Jahre hat er in sechs Städten recherchiert und aus den Begegnungen einen vielstimmigen, beweglichen Roman geschaffen.
„Liefern“ ist für den Deutschen Buchpreis 2026 und den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2026 nominiert. Der Roman entstand in Zusammenarbeit mit Anne Birkenhauer, die auch den Teil „Mimesis“ aus dem Hebräischen übersetzt hat.
Tomer Gardi, geboren 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, lebt als Schriftsteller in Berlin. Für seinen Roman „Eine runde Sache“ erhielt er 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse.
Über europa_morgen_land:
Die Lesereihe europa_morgen_land präsentiert „neueste Literatur in deutscher Sprache“. Viele der vorgestellten Werke sind von mehrsprachigen Autor*innen, die deutsch schreiben, ...Mehr anzeigen auch wenn ihre erste Sprache eine andere war. Diese „Erben Chamissos“ sind aus der deutschsprachigen Literatur nicht mehr wegzudenken. Vielfalt ist auch in der Literatur der Normalzustand (geworden). Die Dynamik der Globalisierung zeigt sich in unendlichen Facetten und in jeder Region, in jeder Kunst. Wanderungen, Migrationen prägen weltweit die Gesellschaften. Austausch, Begegnung, Konfrontation und Vermischung sind treibende Kräfte gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Lesereihe zeichnet nach, wie nationale Zugehörigkeiten fluide werden und macht postmigrantische europäische Perspektiven deutlich.Weniger anzeigen