Es beginnt nicht mit einem weißen Blatt, sondern mit einem weißen Block, einem Ungetüm aus Marmor. Noch Monate nach der verhängnisvollen Begegnung auf einer Fähre vor Thassos lässt der Stein Judith Schalansky nicht los und führt sie auf eine schneeweiße Fährte in die Marmorbrüche und Bildhauerei-Ateliers. Ein Workshop an der Kunsthochschule von Guadalajara wiederum gerät zu einer tollkühn-quecksilbrigen Performance als Apologetin der Buchkultur.
In Marmor, Quecksilber, Nebel geht es wie immer bei Judith Schalansky um alles: den Nährwert von Marmorschweinen, das Gewicht der Erde, den Belegungsplan der Arche Noah, die Wahrhaftigkeit des Wrestlings oder das Brockengespenst – um Phänomene, in denen sich die widerspenstige Wirklichkeit spiegelt und vervielfacht.
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