1. Abend: „Der Christ von morgen wird ein Mystiker sein“. Impulse der Mystik für eine evangelische Spiritualität heute. Vielfach gilt Mystik immer noch als katholisch. Seit einigen Jahren lässt sich eine Wiederkehr der Mystik in Theologie und Spiritualität beobachten. Auch im Protestantismus. Alle Mystik gründet in einer existentiellen Sehnsucht: „Ich sehne mich nach vertiefter Erkenntnis Gottes.“ Doch nicht der gedachte, sondern der gelebte Zugang des Glaubens zu Gott steht im Mittelpunkt. Nicht der Kopf, sondern das Herz. Nicht das Wissen, sondern der Glaube. Geht es um Gott und die Beziehung des Menschen zu ihm. Wie lässt sich Gott im eigenen Leben erfahren? Mystikerinnen und Mystiker berichten von ihren Erfahrungen. Es ist diese Erfahrungsnähe, die heute für religiös Suchende attraktiv ist. Auch wenn es nicht die eine Erfahrung gibt und nicht den einen Weg zu Gott, orientiert sich christliche Mystik am biblischen Wort und an der Person Jesu Christi. Der Theologe Karl Rahner schreibt: „Der Fromme von morgen wird ein ‚Mystiker‘ sein, einer, der etwas ‚erfahren‘ hat, oder er wird nicht mehr sein“. An sechs Abenden gehen wir auf Erfahrungsreise mit ausgewählten Gestalten der Mystik. Vielleicht kommt es zu der einen oder anderen Erfahrung. Literatur: Peter Zimmerling, Evangelische Mystik, Göttingen 2015
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