Auf den Spuren des "Boxerkrieges" im Museum

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16:30 Uhr bis 19:00 Uhr
Auf den Spuren des "Boxerkrieges" im Museum

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[English below] Auf den Spuren des "Boxerkrieges" im Museum
Die Geschichte deutscher Museen ist eine Geschichte kolonialer Verflechtungen. Dies gilt nicht nur für die ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika oder im Pazifik, sondern auch für China. Während des sogenannten „Boxerkriegs“ (1900–1901) beteiligte sich das Deutsche Kaiserreich an der internationalen Militärintervention gegen die antiimperialistische Yihetuan-Bewegung und entsendete rund 20.000 Soldaten nach China. Im Verlauf des Krieges gelangten unzählige Kunst- und Kulturgüter aus privaten, öffentlichen und kaiserlichen Beständen nach Deutschland – vielfach als Folge von gewaltsamen Aneignungen und Plünderungen.
125 Jahre nach der Unterzeichnung des sogenannten „Boxerprotokolls“, das den Krieg 1901 unter den Bedingungen der ausländischen Mächte beendete, rückt dieses Kapitel der deutsch-chinesischen Geschichte erneut in den Blick. Die Erforschung der Herkunft der damals geplünderten Objekte eröffnet neue Perspektiven auf die Entstehung unserer Sammlungen und macht sichtbar, wie eng Museen mit globalen historischen Entwicklungen und kolonialen Machtverhältnissen verbunden sind.
Provenienzforschung trägt dazu bei, die koloniale Vergangenheit Deutschlands in China wissenschaftlich aufzuarbeiten und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart nachzuvollziehen. Sie schafft Transparenz über die Wege von Objekten in unsere Sammlungen und bildet eine wichtige Grundlage für den Austausch mit chinesischen Partner*innen.
Mehr Informationen: https://kurzlinks.de/eibi
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[EN] Following the Traces of the "Boxer War" in Museum Collections
The history of German museums is a history of colonial ties. This applies not only to the former German colonies in Africa and the Pacific, but also to China. During the so-called “Boxer War” (1900–1901), the German Empire participated in the international military intervention against the anti-imperialist Yihetuan movement and deployed approximately 20,000 soldiers to China. In the ...Mehr anzeigen course of the war, countless works of art and cultural artifacts from private, public, and imperial collections found their way to Germany—often as a result of violent seizures and looting.
125 years after the signing of the so-called “Boxer Protocol,” which ended the war in 1901 under the terms dictated by foreign powers, this chapter of German-Chinese history is once again coming into focus. Research into the provenance of the objects looted at that time opens up new perspectives on the origins of our collections and reveals how closely museums are linked to global historical developments and colonial power structures.
Provenance research helps to academically examine Germany’s colonial past in China and to trace its effects into the present. It creates transparency regarding the paths objects took into our collections and forms an important foundation for dialogue with Chinese partners.
More information: https://kurzlinks.de/bip9
Picture credits: Bild 1 Aktendokument zum "Boxeraufstand"/ "Boxerkrieg" © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst, Foto: Kerstin Pannhorst
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