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Mit ästhetischer Bildgewalt und formaler Präzision verbindet die ungarische Choreografin Eszter Salamon Tanz, Video, Klang und Text zu ebenso smarten wie sinnlichen Bühnenarbeiten. Neben Choreografien für große Companys und eigenen Ensemble-Stücken hat sie Videoarbeiten für Ausstellungen und Performances in Museen realisiert (2017 auch im MK&G beim Sommerfestival). In ihrer neusten Soloarbeit RED, die in Hamburg Weltpremiere feiert und anschließend u. a. nach Genf und Paris weiterreist, setzt ...Mehr anzeigen Salamon ihre Beschäftigung mit dem Leben und Erbe der Avantgarde-Künstlerin Valeska Gert fort. Der Stummfilmstar floh aus der Weimarer Republik ins Exil nach New York City, wo die für ihren grotesken Tanzstil und avantgardistischen Theateransatz berühmte interdisziplinäre Künstlerin das Beggar's Bar Kabarett eröffnete, bevor sie 1947 nach Deutschland zurückkehrte, um im Berliner Kabarett Hexenküche aufzutreten und später in Filmen von Federico Fellini, Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff mitzuspielen. Aus Gerts antifaschistischen Gedichten, groteskem Bewegungsvokabular und sehr viel Farbe entwirft Salamon ein performatives Manifest feministischer Kunstgeschichte, bei dem Punk-Ästhetik und Groteske auf Choreografie, Poesie, Malerei und Musik treffen.Weniger anzeigen