Mit heulender Gitarre und krachendem Gitarrenrock eröffnen The Black Keys ihr Konzert im Palladium in Köln mit "I Got Mine". Die gewaltige Energiewelle reißt das Publikum ab dem ersten Song total mit. Das rhythmisch etwas groovigere "Fever" mit seinen feiner akzentuierten Gitarrenriffs setzt dann einen wunderbaren musikalischen Kontrast.
Visuell faszinierend
Ein visuelles Spektakel, das sich durch das ganze Konzert zieht, ist das Bühnenbild. Während hinten die Rückwand in immer neuen Farben und Bildern leuchtet, ist davor dauerhaft der Schriftzug The Black Keys wie eine goldene Leuchtschrift zu sehen.
Musikalisch drücken The Black Keys mit "Gold On The Ceiling" das Gaspedal gleich wieder voll durch. Das begeisterte Publikum klatscht den Rhythmus mit, während die Gitarren um die Wette heulen. Etwas wellenartig in der Melodie ist "Have Love Will Travel". Zunächst auch von den heulenden Gitarrenriffs getrieben, nimmt der Song sich mittendrin die Zeit für einen ruhigeren Moment.
Feine Akzente
Das fast zärtlich angehauchte "Next Girl" gibt der Melodie zunächst sehr viel Raum, um hinten raus wieder mit Urgewalt zu explodieren. Ähnlich ruhig startet "Man On A Mission". Auch hier lässt die groovende Grundmelodie den Körper mitschwingen, um dann mit dem heulenden Gitarrenrock und der visuellen Bildgewalt der flackernden Buchstaben und der flammenartigen Rückwand den nächsten Level zu zünden.
Stampfend wie eine Dampflok rollt der Sound von "Just Couldn't Tie Me Down" durch den Saal. Die Akzente der Mundharmonika verleihen dem Song einen besonderen Charme, wie man ihn häufig aus den amerikanischen Südstaaten kennt. Zu "Everlasting Light" wird die Discokugel angestrahlt. Das Licht verleiht dem Schmuseblues eine schwingende Atmosphäre, bevor der Song wieder explodiert.
Mitgesungen
Laut und enthusiastisch singt das Publikum mit der Band "Howlin' For You". Im Rhythmus mitklatschend feiern die Fans auch "Lo/Hi". Das zarte Intro von "Weight Of Love" eröffnet ein gekonntes Wechselspiel, bei dem der Sound immer wieder mit voller Wucht ausbricht.
Die brachiale Gitarrenwand von "I Wanna Be Your Dog" ist wie ein Wirbelsturm, der durch jeden Zuschauer rast. Dagegen lässt "Wild Child" die Körper im Saal ebenso im Takt mitwippen der folgende "When There's Smoke, There's Fire". Mit dem wieder sehr groovend rhythmischen "Tighten Up" nähert sich das Konzert dem Finale.
Riesenstimmung
Die heulenden Gitarren von "She's Long Gone" versetzen das Publikum wieder voll unter Strom und sie beklatschen die Black Keys beim kurzen Bühnenabgang frenetisch. Mit dem hypnotisch ruhigen Intro von "Little Black Submarines" beginnt die Zugabe. Viele Zuschauer singen den Text leise mit, und feiern am Ende einen weiteren energiegeladenen Powersong.
Das mitgesungene und abgefeierte Finale ist "Lonely Boy". Mit voller Energie der Giarren endet ein starkes Konzert, bei dem die Zuschauer von Anfang bis Ende mitgehen.
Setlist
I Got Mine / Fever / Gold On The Ceiling / Have Love Will Travel / Next Girl / Man On A Mission / Just Couldn't Tie Me Down / Everlasting Light / Howlin' For You / Lo/Hi / Weight Of Love / I Wanna Be Your Dog / Wild Child / When There's Smoke, There's Fire / Tighten Up / She's Long Gone // Black Little Submarines / Lonely Boy



