James Arthur kehrt mit seiner "Pisces-Tour" nach Deutschland zurück und macht in der SAP Arena Mannheim Station. Der britische Sänger zeigt eine wechselhafte, aber stimmig aufgebaute Show, die trotz eines zurückhaltenden Publikums einige eindrucksvolle Momente bereithält.

James Arthurs Auftritt in der SAP Arena Mannheim ist Teil seiner aktuellen "Pisces"-Tour und bildet eines von vier Deutschlandkonzerten. 

Holpriger Start

Arthur eröffnet die Show mit "Water", begleitet von Funkenregen an beiden Bühnenseiten. Doch der Einstieg gerät holprig. Soundprobleme sorgt dafür, dass Instrumente und Backgroundstimmen (Yasmin Green, Mariama Frida Touray und Mike Hough) deutlich zu laut sind und Arthurs Gesang kaum durchdringt.

Auch das folgende Mashup aus "Sermon", "Gucci" und "Ready Or Not" von den Fugees leidet darunter. Sein Versuch, das Publikum früh einzubinden, zündet nur bedingt – die Reaktionen bleiben zurückhaltend, und es wird klar, dass der Abend Anlaufzeit braucht.

Erste starke Momente

Mit "Empty Space" kehrt Ruhe ins Set ein. Ab „Can I Be Him“ passt endlich die Abmischung, Arthurs Stimme setzt sich klar durch und die Stimmung im Saal hebt sich merklich.

Ein erster Höhepunkt entsteht bei "Rewrite the Stars", als Yasmin Green den Part von Anne-Marie übernimmt und stimmlich überzeugt. Auch "Car’s Outside" funktioniert gut und zeigt, wie ausgewogen Arthur klingt, wenn die Technik sitzt.

Akustikteil mitten im Publikum

Arthur startet anschließend ein längeres Mashup aus "Certain Things", "Safe Inside", "Quite Miss Home" und "A Year Ago". Währenddessen verlässt er die Bühne und bewegt sich durch die Menge, wo viele Fans die Chance für Fotos nutzen.

Gemeinsam mit dem Publikum erreicht er eine kleine B-Bühne im Stehbereich. Dort spielt er "Embers", "Cruel" und "Naked" in reduzierten Versionen. "Naked" entwickelt sich zu einem der ruhigsten und schönsten Momente des Abends, bevor er zur Hauptbühne zurückkehrt.

Fans auf die Bühne

Zurück auf der großen Bühne folgt ein weiteres Mashup, anschließend "Bitter Sweet Love". Hier singt das Publikum erstmals deutlicher mit. Für "Karaoke" holt Arthur drei Fans auf die Bühne und stellt klar, dass niemand Angst vor schiefen Tönen haben müsse: "Nobody cares if it’s Scheiße."

Bei "Train Wreck" spricht Arthur kurz über mentale Gesundheit, bevor er den Song ruhig anstimmt. Darauf folgt "Impossible", das er mit ein paar Worten zu seiner X-Factor-Zeit ankündigt. Der Song erhält eine der stärksten Publikumsreaktionen des Abends. Zwischendurch erwähnt er den Geburtstag seines Neffen, woraufhin die Arena "Happy Birthday" singt.

Bisschen zurückhaltend

In der Zugabe spielt Arthur "Lasting Lover" und "Say You Won’t Let Go". Vor allem der finale Song sorgt dafür, dass viele ihre Handys heben und mitsingen.

Insgesamt liefert James Arthur eine solide Show, auch wenn das Publikum über weite Strecken eher zurückhaltend bleibt.