Schon beim ersten Song "Stonecutters" wird klar, dass Angus Stone und seine Musiker mit ihrem Bandprojekt Dope Lemon richtig Bock auf dieses Konzert in der Frankfurter Batschkapp haben.
Der griffige Gitarren-Rock entfesselt geballte Kraft und Energie. Stimmlich ist es ein gekonntes Wechselspiel zwischen tiefen, kratzigen Momenten und höheren, feinen Tonlagen. Dieses stimmliche Wechselspiel dominiert auch "How Many Times". Parallel dringt hier durch die Power der Gitarren immer wieder eine Mundharmonika als kleiner Akzent hindurch.
Kontraste
Mehr in Richtung Folk und Country geht dagegen der neue Song "John Belushi" aus dem aktuellen Album "Golden Wolf". Die feine Akustik-Gitarre untermalt die schwingende Melodie, die jedoch im auffälligen Kontrast zur visuellen Darbietung steht. Auf der Bühne tanzen nun Menschen als Puppen mit stoffartigen Tierköpfen, während hinten auf der Videowand ein tanzendes Skelett im japanischem Stil sein Samuraischwert schwingt.
Etwas überrascht scheinen einige Fans, als schon sehr früh die ersten Klänge von "Marinade" ertönen. Es fallen Worte wie: "Jetzt schon?" Egal. Das Publikum ist gut drauf und klatscht den Rhythmus der dynamischen Melodie von Anfang an mit.
Spektakel
Ein wahres Klangspektakel ist "Hey You". Die Spielfreude von Angus Stone an der Akustik-Gitarre wird gekontert vom diesmal sehr dominanten Spiel der Mundharmonika. Die groovende Klangwelt heizt dem Publikum mächtig ein. Am Ende klatschen und schreien sie vor lauter Begeisterung.
Noch etwas verspielter, mit mehr Klangbreite und dadurch noch tanzbarer wirkt "Little Whiskey" in der Version von Dope Lemon im Vergleich zum Original von Angus & Julia Stone. Diese elektrisierende Tanzbarkeit setzt sich nahtlos fort mit "Golden Wolf". Der Titelsong des aktuellen Albums lässt das Publikum begeistert mitwippen und klatschen. Wieder schreien die Zuschauer laut ihre Begeisterung heraus.
Traumzustände
Nach der ruhigeren Ballade "Slinging Dimes" driftet die Musik mit "Honey Bones" mehr in Richtung psychedelischer Traumzustände ab. Die Klänge und Schwingungen im Kontrast zum Sound der Gitarren sind wie ein Schwebezustand wippender Körper.
Der neue Song "Electric Green Lambo" ist dann wieder rhythmischer Gitarren-Rock mit prägnant heulenden Riffs. Nicht weniger mitreißend ist "Coyote", bei dem Angus Stone und sein Mundharmonikaspieler aneinander vorbei über die Bühne tanzen. Das Publikum und die Musiker stecken sich gegenseitig mit ihrer Energie an.
Olé, Olé
Wieder ausgiebig mitgeklatscht wird das rhythmische "Uptown Folks". Die kraftvollen Gitarrenriffs und die dynamische Stimme von Angus Stone sind eingebettet in ein weiteres, spektakuläres Klanggewitter. Das Publikum feiert Dope Lemon frenetisch ab.
Vor dem letzten Song als Zugabe klatscht die Band die Zuschauer an und lässt sie "Olé, Olé" singen. Davon befeuert feiert das Publikum auch "Home Soon" noch ausgelassen ab. Das Ende eines musikalisch sehr abwechslungsreichen Klangspektakels aus tanzbaren Grooves und kraftvollen Gitarrenklängen.
Setlist:
Intro / Stonecutters / How Many Times / John Belushi / Marinade / Hey You / Little Whiskey / Golden Wolf / Slinging Dimes / Honey Bones / Electric Green Lambo / Coyote / Uptown Folks // Home Soon

