Im Namen des Krautrock kamen 2025 schon zum 42. Mal Menschen aus ganz Deutschland zusammen, um gemeinsam das Finkenbach Festival zu feiern. Das "Finki" begeisterte auch diesmal mit seiner musikalischen Bandbreite und der berühmten einzigartigen Atmosphäre.

Das Finkenbach im Odenwald versetzt seine Besucher*innen seit Jahrzehnten für zwei Tage zurück in die Flower-Power-Ära. In diesem Jahr spielten das erste Mal seit 2019 wieder Guru Guru, die Gründer des Festivals. Auch Kraan und Peter Pankas Jane durften als Headliner nicht fehlen.

Psychedelische Vielfalt

Die Künstler*innen, die dieses Jahr auf dem Finkenbach Festival spielten, zeigen, wie vielfältig das Festival über die Jahre geworden ist. So zeigte Rosalie Cunningham dem Publikum, wie es klingt, wenn Progressive auf 70s Rock trifft.

Die einzige female-fronted Band des diesjährigen Finkenbach Festivals begeisterte mit ihren interessanten Melodien und einer virtuosen Band. Die anziehende Energie, die Rosalie Cunningham und ihre Band auf der Bühne versprühten, versetzte die Zuschauer*innen in Ekstase. 

Tanzen umgeben von Bergen und Bäumen

Ob spät in der Nacht von Freitag auf Samstag mit Dirty Sound Magnet oder am frühen Samstagnachmittag mit Dr. Woggle and the Radio: Auf dem diesjährigen Finkenbach Festival kamen auch alle Tanzwütigen auf ihre Kosten.

Dirty Sound Magnet spielten am Festival Freitag zwar erst um 1 Uhr nachts, sorgten mit ihrer Musik aber für dermaßen Stimmung, dass die Kälte und die Müdigkeit ganz einfach weggetanzt werden konnten. Die talentierten Musiker ließen ihre Songs für sich sprechen und lieferten einen genialen Track nach dem anderen.

Auch Dr. Woggle and the Radio sorgten für Feierlaune. Um 17 Uhr am Samstag stand die Ska-Band mitsamt Posaune und Saxophon auf der Finkenbach-Bühne, bereit das Publikum aufzumischen. Die Musiker stimmen ein auf einen fantastischen zweiten Festivaltag.

Das "Guru Guru Fescht" lebt wieder auf

Um 19 Uhr am Samstagabend, die Sonne geht gerade hinter den Bergen unter, stehen endlich auch die Krautrocklegenden und Festivalgründer Guru Guru auf der Bühne. Zwischen Nostalgie und Begeisterung versammelte sich hier der wohl größte Teil der Besucher*innen vor der Bühne.

Mit "Living in the Woods" spielen die vier Musiker einen Song, der seit jeher ein fester Bestandteil des Festivals und so auch für wiederkehrende Hymne des Festivals darstellt. Mani Neumeier erzählt, dass der Song entstand, als die Band in einer Kommune in Finkenbach zusammen gewohnt hat, in denselben Jahren sei auch das Festival entstanden.

Auch der "Elektrolurch" darf nicht fehlen und wie immer zeichnet die Band sich durch verschiedene musikalische Einlagen und Interpretationen aus. Das einzige, was den Auftritt noch schöner gemacht hätte, wäre ein späterer Startzeitpunkt gewesen. Denn bei Dunkelheit wirkt das Trommeln von “Living in the Woods” wie eine Ode an den Wald selbst. Mani tritt nach dem Auftritt der Band als letzter vor die Leute: "Danke, dass ihr hier seid!”

Finki Forever

Wer einmal das bunte Treiben und die Scharen an Alt-Hippies, Künstlerinnen, Freaks und Musikliebhaber*innen im beschaulichen Finkenbach beobachten durfte, kann sich glücklich schätzen. Peace und Love sind hier in den Herzen der Menschen fest verankert. Während des Festivals herrscht eine Atmosphäre der Harmonie und Freude, die durch die Musik zusammengehalten wird.

Die Stimmung ist auch am Sonntag noch gut, über die Wiese hallt das Trommeln einiger Camper – die Ruhe des Odenwalds scheint eine besondere Wirkung zu haben, denn auch die Anwohnerinnen zeigen sich begeistert. Der Besitzer des örtlichen Schwimmbads betont die Friedlichkeit und den entspannten Umgang mit den Besucher*innen. 

Auch der Campingplatz ist am Ende des Festivals gut aufgeräumt, alle nehmen ihren Müll mit. Wieder Mal ist ein besonderes Festival entstanden, dass von seinen Besucher*innen lebt. Auch im nächsten Jahr soll es das Finki wieder geben, Fans dürfen sich also auf das 43. Festival freuen.